Am 14. August wird weltweit der Welttag der Eidechsen (World Lizard Day) gefeiert. Dieser Tag soll die Aufmerksamkeit auf die faszinierende Vielfalt und Bedeutung der Eidechsen lenken, die oft übersehen oder missverstanden werden. Eidechsen sind Reptilien, die zu den ältesten Wirbeltieren der Erde gehören. Sie haben sich in über 300 Millionen Jahren zu mehr als 6.000 Arten entwickelt, die fast alle Kontinente und Lebensräume besiedeln.
Eidechsen sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch ökologisch wichtig. Sie erfüllen wichtige Funktionen als Räuber, Beute, Bestäuber und Samenausbreiter. Sie sind auch Indikatoren für die Gesundheit von Ökosystemen, da sie empfindlich auf Umweltveränderungen reagieren. Allerdings sind viele Eidechsenarten bedroht oder gefährdet durch Lebensraumverlust, invasive Arten und illegalen Handel.
Leider sind die Ursprünge und Hintergründe des Welttags der Eidechsen sind nicht sehr gut dokumentiert. Es ist nicht bekannt, wer diesen Tag ins Leben gerufen hat oder wann er zum ersten Mal gefeiert wurde. Es scheint auch keinen besonderen Grund zu geben, warum dieser Tag auf den 14. August fällt. Es könnte eine zufällige oder willkürliche Wahl gewesen sein.
In Deutschland kommen sieben Eidechsenarten vor beziehungsweise sind hier etabliert. Sie gehören zur Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae). Die schuppigen Reptilien ernähren sich überwiegend von kleinen Wirbellosen und bevorzugen je nach Art sonnige, trockene oder auch kühlere und feuchtere Lebensräume. Für alle, die es ganz genau wissen wollen, hier die sieben Arten im Überblick.
Zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Arten zählt die Zauneidechse (Lacerta agilis). Sie ist meist braun bis grün gefärbt und trägt dunkle Flecken oder Streifen. Typische Lebensräume sind Heiden, Wiesen, Böschungen und Waldränder. Die Zauneidechse ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
Deutlich kleinere und kühlere Lebensräume bevorzugt die Waldeidechse (Zootoca vivipara). Sie ist schlank, meist braun bis schwarz gefärbt und lebt vor allem in Mooren, Wäldern und Gebirgsregionen. Jungtiere können einen auffällig gefärbten Schwanz besitzen. Eine Besonderheit ist ihre Fortpflanzung: Die Waldeidechse bringt in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes lebende Junge zur Welt. Auch sie steht unter besonderem Schutz.
Die Mauereidechse (Podarcis muralis) fühlt sich dagegen besonders in warmen und steinigen Lebensräumen wohl. Man findet sie an Mauern, Felsen, Bahndämmen oder Ruinen. Sie ist eine flinke, mittelgroße Eidechse, deren Färbung meist zwischen Grau und Braun liegt. Bei den Männchen können Bauch und Flanken auffällige Farben zeigen. Auch die Mauereidechse ist besonders geschützt.
Auffälliger sind die beiden in Deutschland vorkommenden Smaragdeidechsen. Die Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) gehört zu den größten heimischen Eidechsen und fällt vor allem durch ihre kräftige grüne Färbung auf. Sie lebt in warmen, sonnigen Landschaften mit Hecken, Weinbergen, Böschungen oder Steinbrüchen. Die Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis) sieht ihr sehr ähnlich und kommt vor allem in östlicher gelegenen Gebieten vor. Beide Arten sind selten und streng geschützt.
Eine besondere Stellung nimmt die Ruineneidechse (Podarcis siculus) ein. Sie stammt ursprünglich aus Südeuropa und wurde nach Deutschland eingeschleppt beziehungsweise hat sich hier an einzelnen Orten angesiedelt. Sie bevorzugt ebenfalls warme, steinige Lebensräume und gilt in Deutschland als Neozoon, also als eine Tierart, die ursprünglich nicht zur heimischen Fauna gehörte.
Schließlich gibt es noch die Kroatische Gebirgseidechse (Iberolacerta horvathi). Sie ist klein und schlank, meist grau bis braun gefärbt und bevorzugt kühle, felsige Gebiete. In Deutschland kommt sie nur an sehr wenigen Standorten im Süden vor. Entsprechend selten ist sie und steht unter strengem Schutz.

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