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18. August 1936 – Geburtstag Robert Redford

Am 18. August 2026 wäre Robert Redford 90 Jahre alt geworden. Der Schauspieler, Regisseur und Produzent gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Persönlichkeiten des amerikanischen Kinos.

Am 18. August 2026 wäre Robert Redford 90 Jahre alt geworden. Der Schauspieler, Regisseur und Produzent gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Persönlichkeiten des amerikanischen Kinos. Am 16. September 2025 starb er im Alter von 89 Jahren in seinem Haus in Sundance im US Bundesstaat Utah. Nach Angaben seiner Sprecherin starb er im Schlaf.

Geboren wurde Charles Robert Redford Jr. am 18. August 1936 in Santa Monica in Kalifornien. Er wuchs in der Gegend von Los Angeles auf und war als Jugendlicher ein talentierter Sportler. Mit einem Baseballstipendium kam er an die University of Colorado, verließ die Hochschule jedoch vorzeitig. Anschließend reiste er durch Europa und beschäftigte sich mit Malerei. Nach seiner Rückkehr studierte er zunächst Bühnenbild am Pratt Institute in New York und schließlich Schauspiel an der American Academy of Dramatic Arts.

Seine ersten beruflichen Schritte machte Redford Ende der 1950er Jahre am Broadway und im Fernsehen. Zu sehen war er unter anderem in Serien wie „The Twilight Zone“. Auf der Bühne gelang ihm mit Neil Simons Komödie „Barefoot in the Park“ ein großer Erfolg. 1967 spielte er die Rolle auch in der Verfilmung „Barfuß im Park“ an der Seite von Jane Fonda. Seine erste größere Filmrolle hatte er bereits 1962 in „War Hunt“.

Der endgültige Durchbruch kam 1969 mit „Zwei Banditen“ („Butch Cassidy and the Sundance Kid“). Als Sundance Kid bildete Redford mit Paul Newman eines der berühmtesten Leinwandduos der Filmgeschichte. Redford erinnerte sich später daran, dass Newman sich persönlich für seine Besetzung eingesetzt hatte. Vier Jahre später standen beide für „Der Clou“ erneut gemeinsam vor der Kamera. Für seine Rolle als Trickbetrüger Johnny Hooker erhielt Redford seine einzige Oscar Nominierung als Schauspieler.

In den 1970er Jahren gehörte Redford zu den größten Stars Hollywoods. Filme wie „So wie wir waren“ mit Barbra Streisand, „Der große Gatsby“, „Die drei Tage des Condor“ und „Die Unbestechlichen“ festigten seinen Ruf. Gerade „Die Unbestechlichen“ über die Watergate Recherchen der Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein war für ihn mehr als ein Politthriller. Redford verstand den Film vor allem als Geschichte über investigative journalistische Arbeit.

1980 wechselte er erstmals auf den Regiestuhl. Sein Debüt „Eine ganz normale Familie“ („Ordinary People“) wurde ein großer Erfolg und gewann vier Oscars, darunter den für den besten Film. Redford selbst erhielt den Oscar für die beste Regie. Später inszenierte er unter anderem „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“, „Quiz Show“ und „Der Pferdeflüsterer“. Für „Quiz Show“ wurde er erneut als Regisseur für den Oscar nominiert. 2002 ehrte ihn die Academy außerdem mit einem Ehrenoscar für sein Lebenswerk und seinen Einsatz für unabhängige Filmschaffende.

Ein wesentlicher Teil dieses Engagements war das 1981 gegründete Sundance Institute. In Utah entstand damit eine Förderstätte für unabhängige Filmemacher, aus deren Umfeld sich das Sundance Film Festival zu einer der wichtigsten Plattformen des internationalen Independent Kinos entwickelte. Redford wollte Künstlern Raum für Geschichten geben, die im kommerziellen Studiosystem kaum eine Chance bekamen.

Auch im höheren Alter blieb Redford vor der Kamera präsent. Besonders viel Beachtung fand 2013 „All Is Lost“, in dem er fast allein einen Schiffbrüchigen spielte. 2018 kündigte er nach „Ein Gauner & Gentleman“ seinen weitgehenden Rückzug von der Schauspielerei an, trat später jedoch noch in kleineren Rollen auf. Neben dem Film engagierte er sich jahrzehntelang für Natur und Umweltschutz.

Robert Redfords Bedeutung reicht deshalb weit über seine berühmtesten Rollen hinaus. Er war Hollywoodstar und Oscar Preisträger, zugleich aber auch Regisseur, Produzent und Förderer eines Kinos, das außerhalb der großen Studios entstand. An seinem 90. Geburtstag bleibt vor allem dieses ungewöhnlich vielseitige Erbe.

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