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27. August 1992 – Einstellung der Illustrierten „Quick“

Am 27. August 1992 war es soweit: Die deutsche Illustrierte Quick erschien nach 43 Jahren zum letzten Mal. Der traditionsreiche Titel, der in den 1950er und 1960er Jahren als eine der führenden Wochenzeitschriften galt, konnte sich gegen die Konkurrenz nicht mehr behaupten.

Gegründet im Jahr 1948, wurde die Quick schnell zu einem festen Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als wöchentliche Illustrierte, die vor allem für ihre lebhaften und farbenfrohen Berichte bekannt war, richtete sie sich an ein breites Publikum. In den frühen Nachkriegsjahren bot die Zeitschrift den Lesern eine Mischung aus Reportagen, gesellschaftlichen Themen, Unterhaltung und, was für die damalige Zeit besonders reizvoll war, eine Prise Erotik.

Die Quick bot damit einen willkommenen Kontrast zum oft drögen Alltag der Nachkriegszeit. Politische Ereignisse wurden genauso behandelt wie Prominentengeschichten und Fotoreportagen, die das Leben der Stars und Sternchen glamourös und doch nahbar inszenierten. Besonders bekannt war die Illustrierte für ihre populären Fotostrecken und gewagten Titelblätter, die oft genug für Gesprächsstoff sorgten.

In den 1950er und 1960er Jahren zählte die Quick zu den auflagenstärksten Magazinen Deutschlands. Mit ihrer Mischung aus Boulevard, Politik und Kultur sprach sie die Massen an. Doch der Erfolg hielt nicht ewig.

Ab den 1970er Jahren begann sich der Medienmarkt in Deutschland drastisch zu verändern. Die Konkurrenz in der Medienlandschaft wuchs, und andere Illustrierte wie der Stern oder der Spiegel setzten zunehmend auf investigativen Journalismus und längere, tiefgründigere Artikel. Auch die wachsende Zahl von Fernsehzuschauern und das Aufkommen von privaten TV-Sendern in den 1980er Jahren setzte den Printmedien zu.

Während die Quick sich lange auf ihre bewährte Mischung aus Unterhaltung, Prominentenberichten und leichten gesellschaftlichen Themen verließ, konnte sie mit der sich verändernden Medienlandschaft nicht Schritt halten. Das Lesepublikum wurde anspruchsvoller und wandte sich anderen Formaten zu. Hinzu kamen interne Schwierigkeiten: Die Redaktion suchte nach neuen Konzepten, konnte aber die frühere Bindung zu den Lesern nicht wieder herstellen.

Am 27. August 1992 erschien dann die letzte Ausgabe der Quick. Die Verkaufszahlen waren in den Jahren zuvor dramatisch gesunken, die Auflage lag bei nur noch etwa 200.000 Exemplaren; weit entfernt von den einstigen Millionenauflagen der 1960er Jahre. Die Gründe für das Aus waren vielfältig: Die Konkurrenz durch andere Magazine, der wachsende Einfluss des Fernsehens, aber auch die fehlende Anpassungsfähigkeit des Magazins an die sich wandelnden Interessen der Leser.

Die Einstellung der Quick war ein Symbol für den Umbruch in der deutschen Medienlandschaft. Viele andere Magazine, die in den 1950er und 1960er Jahren große Erfolge feierten, hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Die Leser verlangten nach mehr Tiefe, mehr Hintergrund und mehr Substanz; etwas, das die Quick in ihrer traditionellen Form nicht bieten konnte.

Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der Quick erinnern sich viele Deutsche noch an die Zeit, in der das Magazin wöchentlich in den Kiosken lag. Sie war ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte, die viele Leser mit ihrer Mischung aus Unterhaltung, Informationen und gesellschaftlichen Skandalen begleitete. Doch die Medienlandschaft hat sich weiterentwickelt. Heute dominieren Online-Medien, soziale Netzwerke und digitale Formate die Informationswelt. Der Niedergang der Quick war daher nicht nur das Ende einer Zeitschrift, sondern auch ein Zeichen für den tiefgreifenden Wandel, den der Journalismus in den letzten Jahrzehnten durchlaufen hat.

Bild: Gemeinfrei | Gemeinfrei

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  • Rußlanddeutsche Flüchtlinge: Bundesarchiv, Bild 146-1977-086-29A / Sennecke, Robert | CC BY-SA 3.0 Unported

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