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20. Oktober 2012 – Erste Speedgolf-Weltmeisterschaft

Am 20. Oktober 2012 wurde die erste offizielle Speedgolf-Weltmeisterschaft ausgetragen; ein Turnier, das die klassische Ruhe des Golfsports mit dem Tempo eines Langstreckenlaufs kombiniert.

Inmitten rauer Küstenwinde und der naturbelassenen Landschaft Oregons schlug an diesem Tag nicht nur ein Golfball, sondern auch die Geburtsstunde eines neuen sportlichen Kapitels: Die erste offizielle Speedgolf-Weltmeisterschaft wurde ausgetragen; ein Turnier, das die klassische Ruhe des Golfsports mit dem Tempo eines Langstreckenlaufs kombiniert.

Was heute als fester Bestandteil im Kalender sportlicher Exzentrik gilt, begann in den 1970er-Jahren als kuriose Abwandlung des traditionellen Golfspiels. Laufbegeisterte Golfer suchten damals nach einer Möglichkeit, Spiel und Training zu verbinden. Einer von ihnen war der US-Leichtathlet Steve Scott, der 1979 eine vollständige 18-Loch-Runde in nur 29 Minuten absolvierte; mit immerhin 95 Schlägen. Damit legte er den Grundstein für eine Bewegung, die Jahrzehnte später zur offiziellen Sportart werden sollte.

Die Premiere des weltweit ersten Speedgolf World Championships wurde am 20. und 21. Oktober 2012 im renommierten Bandon Dunes Golf Resort ausgetragen. Die Elite der Szene versammelte sich auf dem Old Macdonald Course (Tag 1) und dem Bandon Dunes Course (Tag 2). Dabei ging es nicht nur um die Gesamtzahl der Schläge, sondern auch um die benötigte Zeit; beides floss zu gleichen Teilen in die Wertung ein. Der Sieger war, wer die beste Kombination aus Spielstärke und Laufgeschwindigkeit zeigte.

Chris Walker, ein Ausdauerläufer und Golfprofi aus Texas, sicherte sich den ersten Weltmeistertitel mit einer bemerkenswerten Leistung: Zwei Runden in jeweils rund 75 Schlägen bei einer Gesamtzeit von 1 Stunde, 50 Minuten und 28 Sekunden. Eine sportliche Meisterleistung, die den Spagat zwischen Präzision und körperlicher Belastung eindrucksvoll demonstrierte.

Seither hat sich Speedgolf weltweit etabliert. In den USA, Japan, Australien und Europa gibt es mittlerweile nationale Meisterschaften und internationale Verbände. Auch in Deutschland wächst das Interesse, nicht zuletzt, weil der Sport das Potenzial hat, zwei Zielgruppen zu vereinen: fitnessorientierte Läufer und passionierte Golfer. In einer Zeit, in der Gesundheit, Effizienz und Naturerlebnis neu bewertet werden, trifft Speedgolf den Nerv vieler Aktiver.

Auch Golfclubs, die sonst mit langen Spielzeiten und vollen Plätzen zu kämpfen haben, erkennen das Potenzial: Eine Speedgolf-Runde dauert im Schnitt nur ein Drittel der normalen Spielzeit. Und statt Trolleys und Schlägersets reichen meist drei bis fünf ausgewählte Schläger im Tragerucksack.

Was mit einer Idee begann, Golf schneller, intensiver, bewegungsreicher zu machen, hat sich zu einer ernstzunehmenden Disziplin entwickelt. Die erste Weltmeisterschaft in Bandon Dunes bleibt dabei ein Meilenstein: nicht nur als sportliches Ereignis, sondern auch als Symbol für einen Wandel im Denken über Sport, Zeit und Bewegung.

Am 20. Oktober 2012 wurde der Grundstein gelegt für eine Disziplin, die mit Leichtigkeit über Fairways rennt; und dabei einen der traditionsreichsten Sportarten der Welt neu erfindet.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
KI-Bild: Werner Niedermeier

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  • Speedgolf – Sportler rennt mit Golfschläger in der Hand: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
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