Immer am ersten Mittwoch im April steht die ältere Generation im Mittelpunkt – ein Tag, der Würdigung, Aufmerksamkeit und Dankbarkeit vereint. Seit 1968 wird in Deutschland der Tag der älteren Generation begangen. Ins Leben gerufen wurde er vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Belange älterer Menschen stark macht. Ziel dieses besonderen Tages ist es, auf die Lebenslage, Bedürfnisse und Leistungen älterer Menschen aufmerksam zu machen – und ein gesellschaftliches Bewusstsein für ihre Rolle und ihren Beitrag zu fördern.
Die Idee zur Einführung dieses Tages entstand in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels. In den 1960er-Jahren nahm die Lebenserwartung der Menschen deutlich zu, während gleichzeitig das Bild vom Alter noch stark von Vorurteilen geprägt war. Ältere Menschen galten oft als schwach, hilfsbedürftig oder nicht mehr „aktiv“. Dagegen wollte das KDA ein Zeichen setzen. Der Tag sollte zeigen, dass das Alter nicht nur mit Einschränkungen, sondern auch mit Erfahrung, Engagement und Würde verbunden ist.
Nicht zu verwechseln ist dieser Tag mit dem sogenannten Tag der Babyboomer, der am 1. April gefeiert wird. Während sich der Tag der älteren Generation allgemein an alle Menschen im höheren Lebensalter richtet – unabhängig von Geburtsjahrgängen –, würdigt der Tag der Babyboomer speziell jene Generation, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurde. Diese Altersgruppe hat durch ihre schiere Größe viele gesellschaftliche Entwicklungen geprägt – von Wirtschaft und Politik bis hin zu Kultur und Bildung. Der Tag der Babyboomer rückt vor allem ihre kollektiven Leistungen und prägenden Erfahrungen in den Fokus, während der Tag der älteren Generation breiter angelegt ist und die Vielfalt des Alterns thematisiert.
Der Tag der älteren Generation wird seither jedes Jahr am ersten Mittwoch im April begangen – 2025 fällt er auf den 2. April. Überall in Deutschland organisieren an diesem Tag Seniorenverbände, Kommunen, Vereine und soziale Einrichtungen Veranstaltungen, bei denen ältere Menschen im Mittelpunkt stehen. Es geht dabei um mehr als Kaffeekränzchen oder Musiknachmittage: Informationsveranstaltungen zu Gesundheit, Digitalisierung, Wohnen im Alter oder Teilhabe an der Gesellschaft stehen ebenso auf dem Programm wie generationsübergreifende Projekte oder politische Gespräche über Altersarmut, Pflege und soziale Gerechtigkeit.
Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft wird dieser Tag zunehmend bedeutender. Er erinnert daran, dass Altern kein Randthema ist – sondern ein zentraler Bestandteil des menschlichen Lebens und des gesellschaftlichen Miteinanders.
Ein Tag der Anerkennung – und des Zuhörens. Denn wer älteren Menschen mit Offenheit begegnet, entdeckt oft Erstaunliches: Geschichten, Erfahrungen und Weisheiten, die in keiner Bibliothek der Welt stehen – aber umso mehr zum Fundament unseres Zusammenlebens gehören.

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