Am 9. Mai 1837 wurde Adam Opel geboren. Der deutsche Unternehmer und Gründer des gleichnamigen Automobilherstellers hat wohl nicht geahnt, welchen Einfluss seine Firma einmal auf die Automobilindustrie haben würde.
Adam Opel begann seine Karriere ursprünglich mit der Produktion von Nähmaschinen. Erst nach seinem Tod am 8. September 1895 stiegen seine Söhne in das Automobilgeschäft ein und produzierten 1899 das erste Opel-Automobil, den „Patentmotorwagen System Lutzmann“. Seitdem hat das Unternehmen zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt, ist aber bis heute ein wichtiger Akteur in der deutschen und internationalen Automobilbranche.
Eine der bedeutendsten Veränderungen in der Geschichte von Opel war der Verkauf an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM) im Jahr 1929. Unter der Führung von GM entwickelte sich Opel zu einem der führenden Automobilhersteller Europas. In den 1960er und 1970er Jahren brachte Opel erfolgreiche Modelle wie den Kadett, den Rekord und den Manta auf den Markt. Diese Fahrzeuge prägten das Bild der deutschen Straßen und machten Opel zu einem Synonym für Zuverlässigkeit und Innovation.
In den 1980er und 1990er Jahren setzte Opel seine Erfolgsgeschichte mit Modellen wie dem Corsa, dem Astra und dem Vectra fort. Der Corsa avancierte schnell zum meistverkauften Kleinwagen in Europa, während der Astra als Kompaktklasse-Fahrzeug Maßstäbe setzte. In dieser Zeit expandierte Opel auch in osteuropäische Länder und baute Produktionsstätten in Polen, Ungarn und Tschechien auf.
Die Jahrtausendwende brachte für Opel neue Herausforderungen mit sich. Der zunehmende Wettbewerb auf dem globalen Automobilmarkt und wirtschaftliche Krisen führten zu sinkenden Absatzzahlen und finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 2017 verkaufte GM das europäische Geschäft, einschließlich Opel, an den französischen PSA-Konzern (heute Stellantis). Unter der neuen Führung sollte Opel wieder profitabel werden und sich auf den europäischen Markt konzentrieren.
Heute ist Opel ein wichtiger Bestandteil des Stellantis-Konzerns, zu dem auch Marken wie Peugeot, Citroën und Fiat gehören. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 35.000 Mitarbeiter und produziert jährlich etwa eine Million Fahrzeuge. In den letzten Jahren hat Opel vor allem im Bereich der Elektromobilität investiert und bietet mittlerweile eine Reihe von elektrifizierten Modellen an, darunter den Corsa-e, den Mokka-e und den Vivaro-e.
Ein Blick auf einige interessante Statistiken zu Opel verdeutlicht die Bedeutung des Unternehmens:
- Seit der Gründung im Jahr 1862 hat Opel über 70 Millionen Fahrzeuge produziert.
- Das Unternehmen unterhält Produktionsstätten in sechs europäischen Ländern: Deutschland, Polen, Ungarn, Österreich, Spanien und Großbritannien.
- Opel ist in mehr als 60 Ländern weltweit vertreten und exportiert rund 80 Prozent seiner Produktion.
- Der Opel Corsa ist mit über 14 Millionen verkauften Einheiten seit 1982 das meistverkaufte Modell der Marke.
- Im Jahr 2020 waren rund 18 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Neuwagen Opel-Modelle.
Adam Opels Geburtstag bietet Anlass, auf die bewegte Geschichte des Unternehmens zurückzublicken und die Entwicklungen bis in die heutige Zeit zu betrachten. Trotz aller Höhen und Tiefen ist Opel nach wie vor ein bedeutender Akteur in der Automobilbranche und trägt maßgeblich zur Mobilität in Deutschland und Europa bei. Wie sich der Fokus auf die Elektromobilität in der Zukunft auswirken wird, werden wir wohl erst in einigen Jahren einordnen können.
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