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18. August 1933 – Geburtstag Roman Polanski

Am 18. August feiert Roman Polanski, einer der einflussreichsten und umstrittensten Filmemacher des 20. und 21. Jahrhunderts, seinen Geburtstag.

Am heutigen 18. August feiert der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Roman Polanski seinen Geburtstag. Kaum ein Name polarisiert die Filmwelt so stark wie seiner. Als gefeierter Auteur der internationalen Filmgeschichte hat Polanski mit Filmen wie Tanz der Vampire, Chinatown oder Der Pianist Kinogeschichte geschrieben. Gleichzeitig ist sein Leben geprägt von persönlichen Tragödien, Flucht, Skandalen und anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen.

Geboren wurde Roman Polanski 1933 in Paris als Sohn polnischer Juden. Die Familie zog bald nach Krakau, wo sie den Schrecken des Zweiten Weltkriegs aus nächster Nähe erlebte. Seine Mutter wurde in Auschwitz ermordet, der junge Polanski überlebte das Krakauer Ghetto und lebte zeitweise bei polnischen Bauern unter falschem Namen. Diese Erfahrungen prägten ihn tief, auch künstlerisch. Nach dem Krieg studierte er in Łódź an der renommierten Filmhochschule und drehte erste Kurzfilme, die bereits seine Vorliebe für psychologische Spannungen und düstere Bildsprache erkennen ließen.

Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1962 mit Das Messer im Wasser, der in Venedig gefeiert wurde und eine Oscar-Nominierung als bester fremdsprachiger Film erhielt. Es folgten englischsprachige Werke wie Ekel und Wenn Katelbach kommt, doch spätestens mit Rosemaries Baby (1968) wurde Polanski zum Starregisseur in Hollywood. Die Erzählung einer satanischen Schwangerschaft im New Yorker Großstadtdschungel gilt bis heute als Meilenstein des Horrorfilms.

Privat erlitt Polanski 1969 einen Schicksalsschlag, der ihn nie loslassen sollte: Seine hochschwangere Ehefrau Sharon Tate wurde in Los Angeles von Anhängern der Manson-Sekte ermordet. Die brutale Tat erschütterte die Weltöffentlichkeit und traf Polanski tief. In den 1970er-Jahren kehrte er mit dem Neo-Noir Chinatown zurück auf die große Bühne und schuf ein stilprägendes Werk mit Jack Nicholson in der Hauptrolle.

1977 nahm Polanskis Leben eine Wendung, die ihn bis heute verfolgt. Wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen wurde er in den USA angeklagt. Nach einem Schuldeingeständnis und dem Eindruck, dass ihm eine langjährige Haft drohe, floh er noch vor der endgültigen Urteilsverkündung nach Europa. Seitdem lebt Polanski überwiegend in Frankreich, dessen Staatsbürgerschaft er besitzt, und ist nie mehr in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Trotz internationaler Auslieferungsanträge wurde er mehrfach bei Reisen festgenommen, unter anderem 2009 in der Schweiz, jedoch nicht ausgeliefert.

Sein filmisches Werk entwickelte sich unabhängig von der Kontroverse weiter. Mit Der Pianist (2002), einer bewegenden Verfilmung der Autobiografie von Władysław Szpilman, gewann er die Goldene Palme von Cannes und den Oscar für die beste Regie – allerdings in Abwesenheit. Es war ein Film, der viele als Rückkehr zu seinen Wurzeln verstanden, als späte Verarbeitung des Holocaust. In den folgenden Jahren inszenierte Polanski weitere anspruchsvolle Werke, etwa Der Ghostwriter, Venus im Pelz oder zuletzt Intrige über die Dreyfus-Affäre, der in Frankreich erneut Debatten über sein Werk und seine Person auslöste.

Roman Polanski bleibt eine gespaltene Figur der Zeitgeschichte. Während Kritiker seine Regiearbeit immer wieder als stilistisch meisterhaft und erzählerisch kraftvoll würdigen, wird sein Name gleichzeitig als Symbol für die Grenzen von Kunst und Moral diskutiert. In Zeiten wachsender Sensibilität für Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt sehen viele in ihm ein nicht mehr tragbares Relikt vergangener Zeiten; andere lehnen diesen Gesinnungsterror ab und trennen strikt zwischen Person und Werk.

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