Am 26. Oktober wird in den USA der Kürbistag (National Pumpkin Day) gefeiert, ein Tag, um eine der beliebtesten und vielseitigsten Früchte des Herbstes zu ehren. Kürbisse sind nicht nur eine reiche Quelle von Beta-Carotin, Ballaststoffen, Kalium und Vitamin C, sondern auch ein Symbol für Gemütlichkeit und Tradition. Ob als Kuchen, Latte oder Laterne, Kürbisse sind aus der amerikanischen Kultur nicht wegzudenken.
Die Geschichte des Kürbisses reicht weit zurück. Wissenschaftler haben Beweise für Kürbiskerne auf dem amerikanischen Kontinent gefunden, die bis zu 7000 bis 5500 v. Chr. datieren. Der Name Kürbis stammt vom griechischen Wort Pepon ab, was “große Melone” bedeutet. Im 16. Jahrhundert entdeckte der französische Forscher Jacques Cartier diese Früchte bei seiner Reise nach Nordamerika und nannte sie “pompions”, was sich später zum englischen Wort “pumpkin” entwickelte.
In Amerika wurden Kürbisse zuerst von den Ureinwohnern an den Flussufern angebaut. Kürbisse waren sehr wichtig für die Ernährung der Ureinwohner, da sie genug Nährstoffe lieferten, um die langen Winter zu überstehen. Als die Pilger in Amerika ankamen, stellten ihnen die Ureinwohner die Kürbisse vor, und Historiker glauben, dass Kürbisse bereits 1623 beim Erntedankfest serviert wurden.
Heutzutage werden Kürbisse vor allem mit Halloween in Verbindung gebracht. Die Tradition, Kürbisse in Jack-o-Laternen zu schnitzen, kam im 19. Jahrhundert durch schottische und irische Einwanderer in die Vereinigten Staaten. Nun ist es eine beliebte und geliebte Familienaktivität. Während Kürbisse mittlerweile auf fast allen Kontinenten angebaut werden, produzieren die Vereinigten Staaten immer noch über 1,5 Milliarden Pfund Kürbisse pro Jahr.
Kürbisse gibt es in vielen verschiedenen Farben wie orange, rosa, weiß, rot, grün und sogar blau. Sie haben auch unterschiedliche Größen, eine der kleinsten Sorten heißt “Jack-be-little”. Der schwerste Kürbis der Welt wurde 2021 in Italien gezüchtet. Er hatte einen Umfang von über fünf Metern und wog 1226 kg, das entspricht dem Durchschnitt von zehn Babyelefanten. Der teuerste Kürbiskern wurde für 1250 Pfund (Etwa 1432 Euro) gekauft. Er stammte von einem Weltrekord brechenden Kürbis und wurde von der Firma Thompson & Morgan erworben in der Hoffnung, einen neuen Rekord aufzustellen.
Illinois ist der Bundesstaat, der die meisten Kürbisse in den USA produziert. Die Stadt Morton IL ist bekannt als die Kürbishauptstadt der Welt, da sie eine Fabrik hat, die für die Verpackung von 85% der weltweiten Dosenkürbisse verantwortlich ist. Laut einer Umfrage ist Kürbis die beliebteste Füllung für Thanksgiving-Kuchen in Amerika, mit 36% der Menschen, die es anderen Füllungen vorziehen. Pekannusskuchen kam mit 17% auf den zweiten Platz.
Für Besserwisser hier eine Statistik über Kürbisse in Deutschland: In Deutschland wurden im Jahr 2022 rund 92 000 bis 93 000 Tonnen Speisekürbisse geerntet, etwas weniger als im Rekordjahr 2021 mit 99 100 Tonnen. Seit Mitte der 2000er Jahre hat sich der Anbau deutlich ausgeweitet. Zwischen 2009 und 2019 stieg die Anbaufläche von etwa 1 700 Hektar auf rund 4 200 Hektar; bis 2023 wuchs sie nach aktuellen Schätzungen weiter auf etwa 5 200 Hektar. Zu den beliebtesten Kürbissorten in Deutschland zählen Hokkaido, Butternut und Muskat, die in Handel und Küche den größten Anteil haben.
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