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31. Oktober 1975 – Veröffentlichung von „Bohemian Rhapsody“

Am 31. Oktober 1975 veröffentlichte die britische Rockband Queen mit „Bohemian Rhapsody“ eine Single, die Musikgeschichte schrieb.

Am 31. Oktober 1975 veröffentlichte die britische Rockband Queen mit „Bohemian Rhapsody“ eine Single, die Musikgeschichte schrieb. Das Stück, das auf dem Album A Night at the Opera erschien, war ein Wagnis; fast sechs Minuten lang, ohne Refrain, mit Opernpassagen, Hardrock-Sequenzen und einer Ballade in einem. In einer Zeit, in der Radiostationen meist auf drei Minuten begrenzte Songs setzten, galt das Werk als zu lang, zu exzentrisch und zu riskant. Doch Freddie Mercury, der den Song schrieb, ließ sich davon nicht beirren.

Schon beim ersten Hören war klar, dass hier etwas Außergewöhnliches entstanden war. Die Band hatte im Sommer 1975 mehrere Wochen in den Londoner Trident-Studios und in Rockfield in Wales verbracht, wo „Bohemian Rhapsody“ in aufwendiger Mehrspurtechnik entstand. Bis zu 180 separate Tonspuren wurden übereinandergeschichtet, insbesondere für den Opernteil, in dem Mercury, Brian May und Roger Taylor unzählige Gesangsspuren einsangen. Die Studiotechnik der damaligen Zeit war dabei bis an ihre Grenzen gefordert.

Der Song wurde zunächst von der Plattenfirma als zu lang abgelehnt. Erst nachdem ein befreundeter Radiomoderator eine Vorabversion im Londoner Sender Capital Radio spielte, forderten die Hörer massenhaft die Veröffentlichung. Innerhalb weniger Tage avancierte die Single zum Phänomen. Sie hielt sich neun Wochen lang an der Spitze der britischen Charts, verkaufte sich millionenfach und wurde zu einem der bekanntesten Titel der Rockgeschichte.

„Bohemian Rhapsody“ war nicht nur musikalisch revolutionär, sondern auch visuell. Das begleitende Musikvideo, das am 31. Oktober 1975 erstmals ausgestrahlt wurde, gilt als eines der ersten seiner Art. Es wurde in nur vier Stunden gedreht und prägte den späteren Stil der MTV-Ära. Das ikonische Bild der vier Bandmitglieder in Chiaroscuro-Beleuchtung wurde zu einem Symbol für Queen.

Freddie Mercury selbst ließ den Sinn des Textes stets offen. Er sprach selten über seine Bedeutung, und Brian May betonte später, dass der Song „nicht erklärt werden, sondern erlebt werden“ solle. Vielleicht liegt gerade darin seine Magie: Die Mischung aus Theatralik, Tragödie und musikalischer Perfektion bleibt einzigartig.

Heute gilt „Bohemian Rhapsody“ als Meilenstein der Popgeschichte. Er wurde mehrfach zum besten Song aller Zeiten gewählt, in die Grammy Hall of Fame aufgenommen und prägte Generationen von Musikern. Selbst nach fünf Jahrzehnten hat das Stück nichts von seiner Faszination verloren; wenn die Worte „Is this the real life?“ erklingen, weiß fast jeder, was folgt.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
Bild: Werner Niedermeier

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