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18. November 2025 – Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Männer

Am 18. November ist der Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Männer.

Am 18. November ist der Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Männer, den die Domestic Abuse and Violence International Alliance (DAVIA) im Jahr 2022 ausgerufen hat, um darauf hinzuweisen, dass Opfer häuslicher Gewalt nicht ausschließlich Frauen betreffen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Männer häufiger als Frauen von Tötungsdelikten betroffen, sowohl als Täter als auch als Opfer. Im Jahr 2016 wurden weltweit schätzungsweise 468.000 Männer getötet, verglichen mit 87.000 Frauen. Männer sind auch häufiger von Selbstmord betroffen, der oft mit psychischen Problemen, Stress oder Traumata in Verbindung gebracht wird. Im Jahr 2019 nahmen sich weltweit schätzungsweise 793.000 Menschen das Leben, davon 581.000 Männer und 212.000 Frauen.

Männer können auch Opfer von häuslicher Gewalt sein, die oft als ein Problem angesehen wird, das hauptsächlich Frauen betrifft. Laut einer Meta-Analyse von 286 Studien aus 95 Ländern, die 2014 veröffentlicht wurde, erlebten 23 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch einen Partner. Die Dunkelziffer könnte jedoch höher sein, da viele Männer sich schämen, Gewalt zu melden oder Hilfe zu suchen, aus Angst, nicht ernst genommen zu werden oder ihre Männlichkeit in Frage zu stellen.

Männer können auch Opfer von sexueller Gewalt sein, die oft als ein Problem angesehen wird, das hauptsächlich Frauen betrifft. Laut einer Studie der US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) aus dem Jahr 2011 gaben 1,4 Prozent der Männer an, im Laufe ihres Lebens vergewaltigt worden zu sein, verglichen mit 19,3 Prozent der Frauen. Auch hier könnte die Dunkelziffer jedoch höher sein, da viele Männer sich schämen, sexuelle Gewalt zu melden oder Hilfe zu suchen, aus Angst, nicht ernst genommen zu werden oder ihre sexuelle Orientierung in Frage zu stellen.

Männer können auch Opfer von institutioneller Gewalt sein, die oft als ein Problem angesehen wird, das hauptsächlich Minderheiten betrifft. Laut einem Bericht von Amnesty International aus dem Jahr 2017 sind Männer häufiger als Frauen von Folter, Misshandlung, willkürlicher Inhaftierung, Verschwindenlassen und extralegalen Hinrichtungen durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure betroffen. Männer sind auch häufiger als Frauen von Zwangsrekrutierung, Kriegsgefangenschaft, sexueller Sklaverei und Massakern in bewaffneten Konflikten betroffen.

Gewalt gegen Männer ist also ein ernstes und weit verbreitetes Problem, das oft ignoriert, verharmlost oder gerechtfertigt wird. Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft, die Zivilgesellschaft, die Medien und die Öffentlichkeit dieses Problem anerkennen und sich dafür einsetzen, es zu verhindern und zu beseitigen. Es ist an der Zeit, dass Männer, die Gewalt erleben, gehört, unterstützt und geschützt werden. Es ist an der Zeit, dass wir alle gemeinsam für eine Welt ohne Gewalt gegen Frauen und Männer arbeiten.

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