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29. November 2025 – Welttag der Ameisenbären

Am 29. November ist der Welttag der Ameisenbären, ein Anlass, um auf diese einzigartigen und bedrohten Säugetiere aufmerksam zu machen.

Am 29. November ist der Welttag der Ameisenbären, ein Anlass, um auf diese einzigartigen und bedrohten Säugetiere aufmerksam zu machen. Ameisenbären gehören zu der Gruppe der Zahnarmen (Pilosa), die sich vor etwa 60 Millionen Jahren von anderen Säugetieren abgespalten haben. Sie sind eng mit den Faultieren verwandt, haben sich aber an eine ganz andere Lebensweise angepasst.

Ameisenbären ernähren sich hauptsächlich von Ameisen und Termiten, die sie mit ihrer langen, klebrigen Zunge aus ihren Nestern herausfischen. Sie haben keine Zähne, sondern zerkleinern ihre Beute mit ihrer Magenwand. Ameisenbären haben außerdem sehr lange Krallen, mit denen sie die harten Bauten ihrer Nahrung aufbrechen oder sich gegen Feinde verteidigen können.

Es gibt vier Arten von Ameisenbären, die alle in Mittel- und Südamerika vorkommen: den Riesenameisenbären, den Zwergameisenbären, den Südlichen Tamandua und den Nördlichen Tamandua. Der Riesenameisenbär ist die größte Art und kann bis zu 2 Meter lang und 40 Kilogramm schwer werden. Er lebt vor allem in offenen Graslandschaften und Savannen, wo er bis zu 30.000 Insekten pro Tag verzehrt. Der Zwergameisenbären ist die kleinste Art und wiegt nur etwa 250 Gramm. Er lebt in den tropischen Regenwäldern und ist nachtaktiv. Die Tamanduas sind mittelgroße Ameisenbären, die sowohl am Boden als auch auf den Bäumen leben. Sie haben einen geringelten Schwanz, der ihnen als Greiforgan dient. Sie sind sehr anpassungsfähig und kommen in verschiedenen Lebensräumen vor, von den Mangroven bis zu den Anden.

Ameisenbären sind wichtige Bestandteile ihrer Ökosysteme, da sie die Populationen von Ameisen und Termiten regulieren und so die Bodenqualität und die Pflanzenvielfalt fördern. Sie sind aber auch vielen Gefahren ausgesetzt, wie der Zerstörung ihres Lebensraums, der Wilderei, dem Straßenverkehr und den Bränden. Der Riesenameisenbär ist laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft, die anderen Arten als nicht gefährdet, aber mit abnehmenden Beständen. Um die Ameisenbären zu schützen, sind verschiedene Maßnahmen notwendig, wie die Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Habitate, die Bekämpfung der illegalen Jagd, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Der Welttag der Ameisenbären wurde 2016 von zwei brasilianischen Organisationen, dem Instituto Jurumi und dem Tamanduá Project, ins Leben gerufen, die sich für den Schutz dieser Tiere einsetzen. Der Tag soll die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung, die Schönheit und die Bedrohung der Ameisenbären lenken und die Menschen dazu motivieren, sich für ihre Erhaltung zu engagieren. Der Tag wurde auf den 29. November gelegt, weil an diesem Datum im Jahr 2014 der erste Tamandua in einem Zoo in Brasilien geboren wurde. Der Tag ist aus dem Welttag der Tamanduas entstanden, der seit 2014 am 19. November gefeiert wird.

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