Der israelische Mentalist Uri Geller sorgte am 17. Januar 1974 für eine Sensation, als er in der Show „Drei mal Neun“ von Wim Thoelke mit seiner angeblichen paranormalen Kraft Besteck verbog und Uhren reparierte. Millionen von Zuschauern waren fasziniert und fassungslos, als sie sahen, wie Geller mit seinem hypnotischen Blick Gabeln zum Biegen brachte und kaputte Uhren wieder zum Laufen brachte. Viele versuchten, das Experiment zu Hause nachzumachen, und berichteten von weich gewordenem Besteck und wieder funktionierenden Uhren.
Geller erklärte stets, seine Fähigkeiten seien real und bereits in seiner Kindheit zum Vorschein gekommen. Er behauptete, Gedanken lesen, die Zukunft vorhersagen und Gegenstände allein mit geistiger Kraft bewegen zu können. Damit wurde er zu einem internationalen Star, trat in zahlreichen Ländern auf und polarisierte sein Publikum. Während ihn manche als Wunderheiler verehrten, sahen andere in ihm einen Scharlatan. Unbestritten war jedoch, dass er eine breite Faszination für paranormale Phänomene auslöste und zahlreiche Nachahmer inspirierte.
Der Parapsychologe Walter von Lucadou, der Uri Geller mehrfach persönlich begegnete, beschrieb ihn als „ein charmantes Schlitzohr, das die Leute begeistern kann“. Nach seiner Einschätzung handelte es sich bei Geller um einen talentierten Illusionisten, der die Psychologie seines Publikums geschickt nutzte. Lucadou führte aus, dass die Effekte mit technischen Hilfsmitteln wie Magneten, chemischen Tricks, versteckter Unterstützung und gezielter Suggestion erzeugt worden seien. Zugleich wies er darauf hin, dass viele Menschen bereitwillig an Geller glaubten, weil sie eine tiefe Sehnsucht nach dem Magischen und Unerklärlichen verspürten.
Heute lebt Uri Geller in Israel, wo er ein eigenes Museum betreibt. Dort präsentiert er eine Sammlung aus Kunstwerken, persönlichen Erinnerungsstücken und den berühmten verbogenen Löffeln, die zu seinem Markenzeichen geworden sind. Er ist weiterhin öffentlich aktiv und tritt als Motivationstrainer, Heiler und Berater auf. Nach eigener Darstellung habe er seine Fähigkeiten stets zum Wohle anderer eingesetzt und vielen Menschen geholfen. Darüber hinaus erzählt er, für Geheimdienste tätig gewesen zu sein und Kontakte zu außerirdischen Wesen gehabt zu haben.
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