Am 25. Januar feiern Juden in aller Welt den Tu biSchevat, das Neujahrsfest der Bäume. Dieser Tag markiert das Ende der Regenzeit und den Beginn der idealen Pflanzperiode in Israel. Er hat sowohl religiöse als auch ökologische Bedeutung.
Tu biSchevat bedeutet wörtlich “der 15. Schevat”, nach dem Datum im jüdischen Kalender. Der Feiertag geht auf eine Anordnung aus der Tora zurück, wo den Israeliten geboten wird: “Wenn ihr in das Land kommt, sollt ihr allerlei Bäume pflanzen!” (3. Buch Mose 19,23). Außerdem gibt es Vorschriften für die Altersbestimmung der Bäume und den Umgang mit ihren Früchten.
Es ist Brauch, an diesem Tag verschiedene Früchte zu essen, die an das Land Israel erinnern, insbesondere die “sieben Arten”, mit denen das Land gesegnet wurde: Weizen, Gerste, Wein, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Honig. Manche Juden halten auch einen besonderen Seder, eine rituelle Mahlzeit, an diesem Tag ab, um die spirituelle Verbindung zwischen Gott, dem Menschen und der Natur zu feiern.
Tu biSchevat ist auch ein Tag des Umweltschutzes und der Wertschätzung für die Schönheit der Schöpfung. Viele Juden pflanzen an diesem Tag einen Baum oder spenden Geld für Aufforstungsprojekte in Israel oder anderswo. Damit drücken sie ihre Hoffnung auf ein friedliches und fruchtbares Leben aus.
Tu biSchevat ist ein kleiner, aber bedeutender Feiertag, der die harmonische Beziehung zwischen Gott, dem Menschen und der Natur symbolisiert. Er lädt uns ein, dankbar für die Gaben der Erde zu sein und sie verantwortungsvoll zu nutzen.
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