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25. Januar 1882 – Geburtstag von Virginia Woolf

Heute, am 25. Januar, hätte Virginia Woolf Geburtstag gefeiert. Der berühmte britische Schriftsteller, der als einer der wichtigsten Vertreter der Moderne gilt, hat uns ein reiches literarisches Erbe hinterlassen.

Heute, am 25. Januar, hätte Virginia Woolf Geburtstag gefeiert. Der berühmte britische Schriftsteller, der als einer der wichtigsten Vertreter der Moderne gilt, hat uns ein reiches literarisches Erbe hinterlassen, das immer noch fasziniert und herausfordert. Ihre Romane, wie Mrs Dalloway, To the Lighthouse, Orlando oder The Waves, zeichnen sich durch einen innovativen Stil aus, der das Bewusstsein ihrer Figuren in einem ständigen Fluss von Gedanken und Erinnerungen darstellt. Ihre Essays, wie A Room of One’s Own oder Three Guineas, sind kraftvolle Plädoyers für die Rechte und die Freiheit der Frauen, die bis heute aktuell sind.

Sie war nicht nur ein begnadeter Schriftsteller, sondern auch ein leidenschaftlicher Leser, ein scharfsinniger Kritiker, ein engagierter Verleger und ein lebhafter Briefeschreiber. Sie war Teil der Bloomsbury Group, einer Gruppe von Intellektuellen und Künstlern, die sich regelmäßig in London trafen, um über Literatur, Kunst, Philosophie und Politik zu diskutieren. Zu ihren Freunden und Bekannten gehörten unter anderem E. M. Forster, T. S. Eliot, John Maynard Keynes, Roger Fry oder Vita Sackville-West, mit der sie eine romantische Beziehung hatte.

Woolf litt unter mehreren Nervenzusammenbrüchen, die vermutlich durch traumatische Erlebnisse in ihrer Kindheit und Jugend ausgelöst wurden. Sie wurde auch von den Schrecken der beiden Weltkriege erschüttert, die sie in ihren Tagebüchern und Briefen eindrücklich beschrieb. Am 28. März 1941, als sie sich in einer tiefen Depression befand, nahm sie sich das Leben, indem sie sich Steine in die Taschen steckte und in den Fluss Ouse bei ihrem Haus in Rodmell stürzte.

Sie hinterließ einen Abschiedsbrief an ihren Ehemann Leonard Woolf, in dem sie schrieb: “Ich bin sicher, dass ich verrückt werde. Ich spüre, dass ich es nicht durchstehen kann. Ich höre Stimmen und kann mich nicht konzentrieren. Ich habe dir das größtmögliche Glück gegeben. Du warst in jeder Hinsicht alles, was man sich wünschen konnte. Ich glaube nicht, dass zwei Menschen glücklicher sein konnten, bis diese schreckliche Krankheit kam. Ich kann nicht mehr kämpfen. Ich weiß, dass ich deine Zukunft zerstöre, die du so hart erarbeitet hast. Du bist so gut zu mir gewesen. Ich möchte nicht, dass du leidest. Ich glaube, dass niemand dich so sehr geliebt hat wie ich.”

Woolfs Tod war ein schwerer Verlust für die Literatur, doch ihr Werk wirkt fort. Ihre Bücher werden weiterhin gelesen, erforscht, übersetzt und in andere Formen übertragen. Ihre Gedanken bleiben Gegenstand von Diskussionen, werden zitiert, hinterfragt und bewundert. Auch ihre Persönlichkeit wird bis heute untersucht, gedeutet und gewürdigt. Virginia Woolf ist zu einer prägenden Figur der feministischen Bewegung geworden, zu einer wichtigen Inspirationsquelle für Schriftsteller und zu einer Stimme, die nichts von ihrer Wirkung verloren hat.

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