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1. Februar 2026 – Ändere dein Passwort-Tag

Heute ist der 1. Februar und damit der Ändere-Dein-Passwort-Tag.

Der Ändere dein Passwort-Tag (Change Your Password Day) findet jedes Jahr am 1. Februar statt und lenkt den Blick auf ein alltägliches, oft unterschätztes Thema der digitalen Sicherheit. Der Aktionstag erinnert daran, dass Passwörter keine statische Formalie sind, sondern ein zentraler Schutzmechanismus für E Mail Konten, soziale Netzwerke, Online Banking und viele weitere Dienste. Wer seine Zugangsdaten über Jahre unverändert nutzt, erhöht das Risiko, Opfer von Datenmissbrauch oder Identitätsdiebstahl zu werden, selbst dann, wenn der eigene Rechner sorgfältig gepflegt erscheint.

Passwörter geraten nicht nur durch gezielte Angriffe in falsche Hände. Große Datenlecks bei Online Diensten, unsichere WLAN Netze oder Schadprogramme können dazu führen, dass Zugangsdaten unbemerkt abgegriffen werden. Werden Passwörter mehrfach verwendet, reicht ein einzelnes Leck aus, um gleich mehrere Konten zu kompromittieren. Regelmäßige Änderungen begrenzen den möglichen Schaden und sorgen dafür, dass ältere, möglicherweise bereits ausgespähte Passwörter ihre Wirkung verlieren.

Besonders problematisch ist die weit verbreitete Nutzung extrem einfacher Passwörter. Zu den am häufigsten verwendeten Passwörtern in Deutschland zählen nach verschiedenen Auswertungen seit Jahren Kombinationen wie 123456, 123456789, 12345678, 12345, 111111, passwort, hallo, qwertz, 123123 und password. Diese Begriffe und Zahlenfolgen sind leicht zu erraten, stehen in Wörterbüchern von Angreifern ganz oben oder werden von automatisierten Programmen in Sekunden getestet. Wer solche Passwörter nutzt, überlässt den Schutz seiner Daten im Grunde dem Zufall.

Ein sicheres Passwort sollte deutlich länger sein, aus einer Mischung von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen und keinen direkten Bezug zur eigenen Person haben. Namen, Geburtstage oder einfache Tastaturmuster bieten kaum Schutz. Bewährt haben sich sogenannte Passphrasen, bei denen mehrere zufällige Wörter zu einem längeren Ausdruck kombiniert werden. Solche Kombinationen sind für Computer schwer zu knacken, für Menschen aber vergleichsweise gut zu merken.

Hilfreich können Eselsbrücken sein, die aus einem Satz ein Passwort ableiten. Aus den Anfangsbuchstaben eines persönlich einprägsamen Satzes, ergänzt um Zahlen und Sonderzeichen, entsteht eine individuelle Zeichenfolge, die nicht erraten werden kann und dennoch im Gedächtnis bleibt. Ein Beispiel wäre der Satz „Mein erster Computer stand 1998 im Wohnzimmer!“ Daraus lässt sich etwa das Passwort Mecs1998iW! bilden. Auf diese Weise wird ein persönlicher Merksatz in eine komplexe Zeichenfolge verwandelt, die Sicherheit mit Alltagstauglichkeit verbindet, ohne auf Zettel oder unsichere Notizen zurückzugreifen.

Der Ändere dein Passwort-Tag erinnert damit nicht nur an eine technische Empfehlung, sondern an eine grundlegende digitale Gewohnheit. Wer seine Passwörter regelmäßig überprüft, einfache Kombinationen vermeidet und auf durchdachte Merkhilfen setzt, reduziert sein persönliches Risiko deutlich und stärkt die eigene Sicherheit im Netz.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Stop Hate Schild – Canva: Canva | Canva
  • Helmut Kohl – Mme Tussauds Berlin: ' | Werner Niedermeier
  • Pony Express Briefmarke – Canva: Canva | Canva
  • Dirigent mit Orchester spielt Filmmusik KI wn: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier

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