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9. März 2026 – Tag des Nickerchens

Der Tag des Nickerchens (Napping Day) ist ein Aktionstag aus den Vereinigten Staaten, der auf den weit verbreiteten Schlafmangel in modernen Gesellschaften aufmerksam macht.

Der Tag des Nickerchens (Napping Day) ist ein Aktionstag aus den Vereinigten Staaten, der auf den weit verbreiteten Schlafmangel in modernen Gesellschaften aufmerksam macht. Er findet jedes Jahr am Montag nach der Umstellung auf die Sommerzeit statt. Damit folgt er unmittelbar auf den Sonntag, an dem in den USA die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden und viele Menschen eine Stunde Schlaf verlieren. Der Tag soll daran erinnern, dass der Körper Zeit braucht, um diesen Rhythmuswechsel auszugleichen und dass kurze Schlafpausen im Alltag sinnvoll sein können.

Ins Leben gerufen wurde der Tag im Jahr 1999 von dem Psychologen William Anthony und seiner Frau Camille Anthony aus Boston. William Anthony war Professor an der Boston University und beschäftigte sich unter anderem mit Fragen der Gesundheit und des Wohlbefindens im Alltag. Das Ehepaar wollte auf die verbreitete Schlafknappheit aufmerksam machen und zugleich zeigen, dass ein kurzer Mittagsschlaf kein Zeichen von Faulheit ist, sondern eine wirksame Form der Erholung. Der bewusst gewählte Termin direkt nach der Zeitumstellung sollte symbolisieren, dass viele Menschen nach der verlorenen Stunde Schlaf besonders müde sind.

Schlafmediziner weisen seit Jahren darauf hin, dass chronischer Schlafmangel weit verbreitet ist. Studien aus den USA und Europa zeigen, dass ein erheblicher Teil der Erwachsenen regelmäßig weniger schläft, als medizinisch empfohlen wird. Erwachsene benötigen im Durchschnitt etwa sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht. Dennoch berichten in verschiedenen Erhebungen rund ein Drittel der Befragten, dass sie unter der Woche regelmäßig zu wenig schlafen. Die Folgen können Konzentrationsprobleme, geringere Leistungsfähigkeit, erhöhte Unfallrisiken und langfristig auch gesundheitliche Belastungen sein.

Vor diesem Hintergrund gewinnt der kurze Mittagsschlaf in der Schlafforschung zunehmend Aufmerksamkeit. Viele Studien zeigen, dass ein kurzes Nickerchen die Aufmerksamkeit steigern, das Gedächtnis unterstützen und die Stimmung verbessern kann. Besonders wirksam gelten sogenannte Powernaps von etwa zehn bis zwanzig Minuten. Sie sind lang genug, um dem Gehirn eine kurze Erholungsphase zu geben, führen aber meist noch nicht in eine tiefere Schlafphase, aus der man schwerer wieder aufwacht.

Die Idee des Nickerchens ist dabei keineswegs neu. In vielen Kulturen existieren seit Jahrhunderten Formen der Mittagsruhe. Bekannt ist vor allem die spanische Siesta, bei der während der heißesten Tagesstunden eine Pause eingelegt wird. Auch in anderen Regionen Europas, in Lateinamerika oder Teilen Asiens waren solche Ruhezeiten lange üblich. In modernen Arbeitsrhythmen mit festen Bürozeiten ist diese Tradition vielerorts verschwunden, doch einige Unternehmen experimentieren inzwischen wieder mit Ruheräumen oder kurzen Pausen zum Entspannen.

Der Tag des Nickerchens versteht sich deshalb weniger als offizieller Gedenktag als vielmehr als freundliche Erinnerung daran, dass Erholung ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensrhythmus ist. Die Botschaft des Tages ist einfach: Wer müde ist, darf sich eine kurze Pause gönnen. Ein kurzes Nickerchen kann manchmal mehr bewirken als eine weitere Tasse Kaffee.

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