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11. März 2026 – Tag der Bestatter

Der Tag der Bestatter (National Funeral Director and Mortician Recognition Day) wird jedes Jahr am 11. März begangen.

Der Tag der Bestatter (National Funeral Director and Mortician Recognition Day) wird jedes Jahr am 11. März begangen. Der Gedenktag stammt aus den Vereinigten Staaten und wurde im Jahr 2008 durch eine Resolution des US-Kongresses ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Arbeit von Bestattern und Leichenbestattern öffentlich zu würdigen. Diese Berufsgruppe arbeitet meist außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit, übernimmt jedoch eine zentrale Rolle, wenn Familien einen Angehörigen verlieren und organisatorische sowie emotionale Unterstützung benötigen.

Bestatter begleiten Angehörige in einer Phase großer persönlicher Belastung. Sie organisieren die Überführung des Verstorbenen, bereiten den Leichnam für die Aufbahrung oder Einäscherung vor, planen Trauerfeiern und kümmern sich um zahlreiche Formalitäten. In vielen Fällen koordinieren sie den gesamten Ablauf einer Bestattung, vom ersten Kontakt mit den Angehörigen bis zur Beisetzung auf dem Friedhof oder der Übergabe der Urne. Neben organisatorischem Geschick verlangt dieser Beruf ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, da Bestatter regelmäßig mit Menschen arbeiten, die sich in einer Ausnahmesituation befinden.

In den Vereinigten Staaten ist der Beruf stark professionalisiert. Viele Bestatter absolvieren ein Studium der sogenannten Mortuary Science, einer Fachrichtung, die Kenntnisse in Anatomie, Hygiene, Chemie, Trauerpsychologie und Betriebsführung verbindet. Anschließend folgt meist eine praktische Ausbildungszeit in einem Bestattungsunternehmen sowie eine staatliche Lizenzprüfung. Die Aufgaben reichen von der hygienischen Versorgung des Verstorbenen über kosmetische Arbeiten bis hin zur Beratung der Angehörigen und der Organisation von Trauerfeiern.

Auch wirtschaftlich ist die Branche bedeutend. Nach Angaben der National Funeral Directors Association existieren in den Vereinigten Staaten rund 19.000 Bestattungsunternehmen, die überwiegend als Familienbetriebe geführt werden. In Deutschland gibt es nach Schätzungen der Branche etwa 5.500 Bestattungsunternehmen. Jährlich werden hierzulande rund eine Million Menschen bestattet. Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Während früher die klassische Erdbestattung dominierte, liegt der Anteil der Feuerbestattungen inzwischen bei deutlich über siebzig Prozent. Gleichzeitig entstehen neue Formen des Abschieds, etwa Naturbestattungen in Wäldern oder auf speziellen Friedhofsflächen.

Der Anerkennungstag für Bestatter erinnert daran, dass hinter diesen organisatorischen Abläufen Menschen stehen, deren Arbeit für die Gesellschaft unverzichtbar ist. Sie sorgen dafür, dass Verstorbene würdevoll verabschiedet werden können und Angehörige in einer schwierigen Lebensphase Unterstützung erhalten. Der 11. März ist daher vor allem als symbolischer Dank gedacht für einen Beruf, der im Alltag selten im Mittelpunkt steht, für viele Familien jedoch eine große Bedeutung hat.

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