Geboren am 29. März 1968 in Mount Albert, einem Vorort von Auckland, Neuseeland, ist Lucy Lawless seit drei Jahrzehnten in der internationalen Serienlandschaft präsent und das auf eine Weise, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lässt.
Bekannt wurde sie Mitte der 1990er-Jahre mit der Titelrolle in Xena: Warrior Princess. Die Serie lief von 1995 bis 2001 und war weit mehr als ein weiteres Fantasy-Format. Xena war keine strahlende Heldin, sondern eine Frau mit dunkler Vergangenheit, moralischen Widersprüchen und einer Stärke, die nicht aus Makellosigkeit kam. Xena gilt als eine der einflussreichsten Serienfiguren der Fernsehgeschichte, nicht zuletzt weil sie zeigte, dass Frauen im Zentrum eines Actionformats stehen können, ohne dabei auf Kante gebügelt zu werden.
Nach dem Ende der Serie hätte es nahegelegen, in ähnlichen Rollen weiterzumachen. Lawless entschied sich anders. In Battlestar Galactica spielte sie D’Anna Biers, eine vielschichtige Figur in einer düsteren Science-Fiction-Welt. In der Historienserie Spartacus übernahm sie die Rolle der intriganten Lucretia, weit entfernt von allem, womit sie vorher in Verbindung gebracht worden war. Beide Rollen zeigen, dass ihr Interesse an der Arbeit größer ist als das Interesse an Wiedererkennbarkeit.
Neben der Schauspielerei ist sie als Sänger tätig und engagiert sich seit Jahren für Umwelt- und Tierschutz. Ihre Aktionen mit Greenpeace haben ihr auch außerhalb des Fernsehens Aufmerksamkeit eingebracht und gelegentlich rechtliche Konsequenzen, die sie in Kauf nahm.
Lucy Lawless steht exemplarisch für eine Generation von Schauspielern, die Fernsehserien als ernstzunehmendes erzählerisches Medium etabliert haben. Während Filme lange als prestigeträchtiger galten, haben Serienformate in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen, und Persönlichkeiten wie sie haben diesen Wandel mitgeprägt.
Auch heute ist Lawless weiterhin aktiv, sowohl in Fernsehproduktionen als auch in kleineren Projekten. Ihre Karriere zeigt eine bemerkenswerte Kontinuität, ohne sich auf frühere Erfolge zu beschränken.
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