Apple wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne als Apple Computer Company gegründet. Ausgangspunkt war nicht einfach eine Garage, sondern ein Milieu aus Tüftlern, Elektronikclubs und einer jungen Mikrocomputer-Szene im kalifornischen Silicon Valley. Der erste Rechner, der Apple I, war im Kern Wozniaks Konstruktion. Er wurde nicht als fertiger Heimcomputer verkauft, sondern zunächst als Platine für technisch versierte Käufer. Ronald Wayne stieg schon kurz nach der Gründung wieder aus; im Januar 1977 wurde das Unternehmen mit Hilfe des frühen Investors Mike Markkula als Apple Computer, Inc. neu aufgestellt. Noch im selben Jahr kam der Apple II auf den Markt; er wurde zu einem der ersten kommerziell erfolgreichen Personal Computer überhaupt.
Der frühe Erfolg beruhte darauf, dass Apple Computer nicht nur als Maschine für Ingenieure dachte, sondern als Produkt für einen breiteren Markt. Der Apple II verband technische Leistung mit einer Form, die für damalige Verhältnisse benutzerfreundlich wirkte. Bis 1980 war Apple so stark gewachsen, dass der Börsengang folgte. Das Unternehmen ging am 12. Dezember 1980 an die Börse; nach Angaben von Apple lag der Ausgabepreis bei 22 Dollar je Aktie. Damit war aus einem jungen Rechnerhersteller binnen weniger Jahre ein Symbol der neuen Computerindustrie geworden.
In den achtziger Jahren begann jene Phase, die Apple bis heute prägt: der Versuch, Technik nicht nur leistungsfähig, sondern auch kulturell wirksam zu machen. 1984 stellte das Unternehmen den Macintosh vor. Apple beschreibt dieses Modell bis heute als Wendepunkt der persönlichen Computertechnik, weil es die grafische Benutzeroberfläche und die Bedienung mit der Maus in den Massenmarkt trug. Wirtschaftlich verlief die Entwicklung allerdings nicht geradlinig. Interne Machtkämpfe, strategische Fehlentscheidungen und ein harter Wettbewerb mit Microsoft und PC-Herstellern führten dazu, dass Apple in den neunziger Jahren an Kraft verlor.
Die Wende kam 1997 mit der Rückkehr von Steve Jobs. In den folgenden Jahren wurde Apple radikal gestrafft, das Sortiment vereinfacht und die Marke neu aufgeladen. Aus dieser Phase stammt auch der farbige iMac, der zeigte, dass Computer nicht grau und technisch abweisend aussehen mussten. Entscheidend war aber, dass Apple sich nun Schritt für Schritt von einem reinen Computerhersteller zu einem Anbieter digitaler Geräte und Dienste entwickelte. In den frühen 2000er Jahren gelang dem Konzern mit dem iPod und dem späteren Ausbau des iTunes Systems der Durchbruch in der digitalen Musikwelt. Apples eigene Unternehmensdarstellung fasst diese Entwicklung rückblickend so zusammen, dass auf die Macintosh-Revolution die Phasen von iPod, iPhone, iPad, Apple Watch und inzwischen auch Apple Vision Pro folgten.
Den größten Einschnitt in der Firmengeschichte markierte das Jahr 2007. Am 9. Januar stellte Apple das iPhone vor. Am selben Tag machte Jobs deutlich, dass der Name Apple Computer, Inc. nicht mehr zum Unternehmen passte; aus Apple Computer wurde Apple Inc. Das war mehr als eine kosmetische Umbenennung. Sie spiegelte einen strategischen Wandel wider: Apple verstand sich nun nicht mehr vor allem als Computerfirma, sondern als Anbieter eines ganzen technischen Ökosystems aus Geräten, Software und Diensten. Das iPhone veränderte in den folgenden Jahren nicht nur Apple, sondern die gesamte Mobilfunkbranche, die Fotografie im Alltag, den App Markt und die Art, wie Menschen digitale Medien nutzen.
Später kamen das iPad, die Apple Watch, AirPods und ein immer wichtigeres Dienstegeschäft hinzu. Für Apple ist diese Verbindung aus Hardware, Betriebssystemen und Diensten bis heute der entscheidende wirtschaftliche Vorteil. Das Unternehmen verweist aktuell auf sechs Softwareplattformen und ein eng verzahntes Angebot von Geräten und Services. In den Geschäftszahlen zeigt sich, wie weit der Konzern sich von den Anfängen entfernt hat: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Apple laut seinem Jahresbericht 416,2 Milliarden Dollar Umsatz; zum 27. September 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 166.000 Vollzeitkräfte. Im ersten Geschäftsquartal 2026 meldete Apple zudem einen Quartalsumsatz von 143,8 Milliarden Dollar, damals ein neuer Rekordwert für ein erstes Quartal des Konzerns.
Die Geschichte von Apple ist damit nicht nur die Erzählung eines spektakulären Aufstiegs. Sie ist auch ein Stück Wirtschaftsgeschichte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Aus einer kleinen Firma, die einfache Rechner für eine neue Szene von Computerfreunden baute, wurde einer der mächtigsten Konzerne der Welt. Der Garagenmythos gehört zwar fest zur öffentlichen Legende, doch wichtiger ist etwas anderes: Apple erkannte früh, dass Technik dann massentauglich wird, wenn sie nicht nur funktioniert, sondern als Erlebnis erscheint. Genau darin liegt bis heute die eigentliche Gründungsidee des Unternehmens.
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