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12. April 2026 – Tag der großen Windbö

Am 12. April feiern wir den Big Wind Day, den Tag der großen Windbö, der an die Kraft und Unberechenbarkeit der Natur erinnert.

Am 12. April feiern wir den Big Wind Day, den Tag der großen Windbö, der an die Kraft und Unberechenbarkeit der Natur erinnert. An diesem Tag im Jahr 1934 wurde am Mount Washington Observatory in New Hampshire, USA, eine Windgeschwindigkeit von unglaublichen 231 Meilen pro Stunde (etwa 372 km/h) gemessen. Diese Rekordmessung ist nicht nur ein faszinierendes Phänomen für Meteorologen und Wetterbegeisterte, sondern auch ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Wetteraufzeichnung.

Der Tag der großen Windbö ist mehr als nur eine Erinnerung an eine historische Wetteraufzeichnung. Er symbolisiert die immense Kraft der Natur und die Bedeutung von Wetterbeobachtungen für unsere Sicherheit und unser Verständnis des Klimas. Die Messung von 1934 am Mount Washington hat gezeigt, wie extrem die Bedingungen auf unserem Planeten sein können und wie wichtig es ist, auf unvorhersehbare Wetterereignisse vorbereitet zu sein.

Die Geschichte hinter dem Rekordwind ist ebenso dramatisch wie die Messung selbst. Am Nachmittag des 12. April 1934 befanden sich die Wetterbeobachter des Mount Washington Observatory in einer kleinen Hütte auf dem Gipfel des Berges, als der Wind plötzlich an Stärke gewann. Die Instrumente begannen, unglaubliche Werte zu registrieren, die schließlich ihren Höhepunkt in der Rekordmessung fanden. Dieser Moment hat nicht nur die Wissenschaftler vor Ort, sondern auch die gesamte meteorologische Gemeinschaft in Erstaunen versetzt.

Die extrem hohe Windgeschwindigkeit entstand durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Der Mount Washington liegt in den White Mountains im US-Bundesstaat New Hampshire und ist für seine exponierte Lage bekannt, die ihn besonders anfällig für starke Winde macht. Die Bergspitze ist frei von schützenden Hindernissen und befindet sich in einer Region, in der häufig kräftige Luftströmungen auftreten. Am sogenannten Big Wind Day lag über dem Gebiet ein intensives Sturmsystem, bei dem kalte Luftmassen aus Kanada auf wärmere Luft aus dem Süden trafen. Diese Gegensätze führten zu starken vertikalen und horizontalen Bewegungen der Luft. Trifft ein solcher Wind auf den Berg, wird er gezwungen, aufzusteigen, wodurch es zu einer sogenannten orographischen Verstärkung kommt, bei der sich die Windgeschwindigkeit auf der dem Wind zugewandten Seite deutlich erhöht. Hinzu kommt die besondere Topographie des Mount Washington, die wie ein natürlicher Windkanal wirkt und die Luftströmungen zusätzlich beschleunigt, sodass auf der Bergspitze schließlich extreme Windgeschwindigkeiten gemessen werden konnten.

Der Tag der großen Windbö hatte weitreichende Auswirkungen auf die meteorologische Wissenschaft. Er hat die Entwicklung von besseren Instrumenten und Techniken zur Messung von Windgeschwindigkeiten angeregt und dazu beigetragen, das Verständnis von Windphänomenen zu vertiefen. Darüber hinaus hat dieser Tag die Wichtigkeit von Wetterstationen und die Notwendigkeit von genauen und zuverlässigen Wetterdaten hervorgehoben.

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