Heute beginnt die Gulaschprogrammiernacht in Karlsruhe. Bis einschließlich Sonntag treffen sich im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) sowie in der Hochschule für Gestaltung (HfG) wieder Technikinteressierte aus dem ganzen Bundesgebiet. Die GPN, wie sie kurz genannt wird, ist ein offenes, nicht kommerzielles Treffen rund um Informatik, Netzpolitik, Kunst und Gesellschaft.
Seit den frühen 2000er-Jahren organisiert der Karlsruher Chaos Computer Club Entropia diese besondere Veranstaltung. Wer einen Laptop mitbringt und bereit ist, sich auf neue Themen einzulassen, findet hier Gleichgesinnte; sei es beim Programmieren, Löten, Diskutieren oder beim Entwickeln neuer Ideen.
Der Name klingt nach Spaß, und der gehört tatsächlich dazu: Traditionell wird Gulasch gekocht – in zwei Varianten. Die klassische Variante mit Fleisch ist ebenso erhältlich wie eine vegetarische Alternative. Beide sind kostenlos, eine Spende ist willkommen.
Doch im Mittelpunkt stehen die Inhalte. Die GPN ist ein Ort für freien Wissensaustausch, gemeinschaftliche Projekte und kritisches Nachdenken über Technik und Gesellschaft. In den großen Hallen entstehen neue Hardwareprojekte, Kunstinstallationen und Softwarelösungen. Die Atmosphäre ist offen und einladend, viele Besucher bleiben bis spät in die Nacht.
Die Gulaschprogrammiernacht ist keine Fachkonferenz im klassischen Sinne. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung wird dennoch empfohlen. Die Veranstaltung wird vollständig ehrenamtlich organisiert. Viele Teilnehmer helfen spontan mit; beim Aufbau, bei der Essensausgabe oder als Vortragende.
Die GPN lebt vom Mitmachen. Wer etwas beitragen möchte, findet offene Türen. Es gibt keine Zugangshürden, keine Dresscodes und keinen Leistungsdruck, aber viel Neugier, Kreativität und gegenseitige Unterstützung.
Die Gulaschprogrammiernacht ist ein lebendiges Beispiel für eine offene, kreative und gemeinschaftlich gestaltete digitale Kultur. Sie bietet Raum für Begegnung, Austausch und praktische Arbeit an einer Welt, in der Technik nicht Selbstzweck ist, sondern Werkzeug für eine freie Gesellschaft. Weitere Informationen gibt es unter der Webseite gulas.ch.

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