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24. Mai 2026 – Internationaler Tag des Schraubenziegenbocks

Der Internationale Tag des Schraubenziegenbocks (International Day of the Markhor) findet jedes Jahr am 24. Mai statt.

Der Internationale Tag des Schraubenziegenbocks (International Day of the Markhor) findet jedes Jahr am 24. Mai statt. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen führte ihn 2024 auf Initiative Pakistans ein. Der Tag erinnert an eine Wildziegenart, deren Schutz in den Hochgebirgsregionen Zentral- und Südasiens eng mit dem Erhalt ganzer Lebensräume verbunden ist.

Der Markhor, auf Deutsch Schraubenziegenbock, trägt den wissenschaftlichen Namen Capra falconeri. Sein auffälligstes Merkmal sind die langen, spiralförmig gedrehten Hörner der männlichen Tiere. Er lebt in felsigen Gebirgslandschaften in Afghanistan, Indien, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Für Pakistan hat die Art eine besondere Bedeutung: Der Markhor ist dort das Nationaltier.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Bestand des Schraubenziegenbocks stark gefährdet. Wilderei, die Jagd auf seine eindrucksvollen Hörner, die Verkleinerung geeigneter Lebensräume und die Konkurrenz mit Nutztieren setzten der Art zu. Inzwischen haben Schutzmaßnahmen in Teilen seines Verbreitungsgebiets Wirkung gezeigt. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt den Markhor heute als potenziell gefährdet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sein Bestand gesichert ist. Viele Populationen leben voneinander getrennt in schwer zugänglichen Gebirgsregionen und bleiben empfindlich gegenüber menschlichen Eingriffen.

Der Internationale Tag des Schraubenziegenbocks soll deshalb nicht nur auf ein ungewöhnliches Tier aufmerksam machen. Der Markhor steht zugleich für die Berglandschaften, in denen auch andere seltene Arten wie der Schneeleopard vorkommen. Werden seine Lebensräume geschützt, profitieren davon Pflanzen, weitere Wildtiere und auch Gemeinden, die von intakten Landschaften und naturverträglichem Tourismus leben können.

Die Vereinten Nationen wollen mit dem Aktionstag die Zusammenarbeit der Herkunftsländer stärken und aufzeigen, dass Artenschutz nur dauerhaft gelingt, wenn die Bevölkerung vor Ort einbezogen wird. Der Schraubenziegenbock ist dafür ein passendes Beispiel: Seine Bestände haben sich teilweise erholt, weil Schutzprojekte nicht allein Verbote aussprachen, sondern auch wirtschaftliche Interessen und lokale Verantwortung berücksichtigten.

Bild: Canva | Canva

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  • Lys_Assia_weer_in_Nederland._Lys_Assia_kop_nr._4_Bestanddeelnr_914-9290-Public-Domain-crop: Public Domain | Public Domain Mark 1.0

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