Mit dem meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni beginnt für viele Menschen eine der schönsten Zeiten des Jahres. Die Tage sind länger, die Nächte kürzer, und die Natur zeigt sich von ihrer üppigsten Seite. Doch was genau bedeutet der meteorologische Sommeranfang, und wie unterscheidet er sich vom kalendarischen Sommeranfang?
Meteorologen definieren den Beginn der Jahreszeiten anhand fester Daten, um eine einheitliche Grundlage für Wetteraufzeichnungen und Klimastatistiken zu schaffen. So beginnt der meteorologische Sommer immer am 1. Juni und endet am 31. August. Diese Einteilung ermöglicht es, die Jahreszeiten in vier gleich lange Abschnitte zu unterteilen, was die Vergleichbarkeit von Wetterdaten über Jahre hinweg erleichtert.
Im Gegensatz dazu richtet sich der kalendarische Sommeranfang nach astronomischen Ereignissen. Er fällt auf die Sommersonnenwende, den Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis steht. In Mitteleuropa ist dies meistens am 20. oder 21. Juni der Fall.
Der meteorologische Sommeranfang markiert auch eine Zeit, in der die Tage am längsten sind. In Berlin beispielsweise dauert der längste Tag des Jahres etwa 16 Stunden und 50 Minuten, während der kürzeste Tag nur etwa 7 Stunden und 39 Minuten lang ist, ein Unterschied von mehr als 9 Stunden!
Obwohl der meteorologische Sommeranfang nicht unbedingt mit sofortiger Hitze verbunden ist, markiert er doch den Übergang zu wärmeren Temperaturen. Historisch gesehen wurden die meisten Hitzerekorde in Deutschland in den Monaten Juli und August verzeichnet.
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