Der Internet-Katzen-Tag (Internet Cat Day) am 18. Juni ist ein moderner Aktionstag, der die besondere Präsenz von Katzen in der digitalen Kultur aufgreift. Im Mittelpunkt steht nicht die Katze als Haustier im klassischen Sinn, sondern ihre auffällige Rolle im Internet: in Fotos, kurzen Videos, Memes, Kommentaren und sozialen Netzwerken. Katzen gehören seit vielen Jahren zu den bekanntesten und am häufigsten geteilten Tiermotiven im Netz.
Als Ursprung des Tages wird häufig die Internetkatze „President Bill Clinton the Cat“ genannt. Der 18. Juni erinnert demnach an ihren Tod im Jahr 2018. Der Aktionstag ist allerdings nicht so etabliert wie der Internationale Katzentag am 8. August, der stärker mit Tierschutz, verantwortungsvoller Haltung und dem Wohlergehen von Katzen verbunden ist. Der Internet-Katzen-Tag hat dagegen eher einen medienkulturellen Charakter.
Die Bedeutung von Katzen im Internet entwickelte sich schon früh. Bereits in den 2000er-Jahren wurden sogenannte LOLcats bekannt: Katzenbilder mit absichtlich fehlerhaften oder komischen englischen Bildunterschriften. Später folgten bekannte Netzphänomene wie Keyboard Cat oder Grumpy Cat. Solche Figuren wurden nicht nur geteilt, weil sie niedlich waren, sondern weil sie bestimmte Stimmungen, Reaktionen oder Alltagssituationen auf einfache und wiedererkennbare Weise ausdrückten.
Katzen eignen sich dafür besonders gut, weil ihr Verhalten oft eigenständig, unberechenbar und aus menschlicher Sicht komisch wirkt. Eine Katze, die in einen Karton steigt, eine Tastatur blockiert oder scheinbar unbeeindruckt in die Kamera blickt, braucht wenig Erklärung. Solche Bilder funktionieren über Sprachgrenzen hinweg und lassen sich leicht in unterschiedlichen Zusammenhängen verwenden.
Der Internet-Katzen-Tag verweist damit auch auf die Geschichte des Internets selbst. Bevor soziale Netzwerke stark professionalisiert wurden, gehörten einfache Katzenbilder und kurze Tierclips zu den typischen Formen digitaler Alltagsunterhaltung. Sie waren schnell verständlich, leicht teilbar und meist frei von größeren Botschaften. Gerade deshalb wurden sie zu einem festen Bestandteil der Netzkultur.
Heute hat sich die Form verändert. Katzen erscheinen in professionell geführten Accounts, in Werbekampagnen, in Reaktionsbildern und weiterhin in privaten Beiträgen. Der Grundgedanke ist aber gleich geblieben: Katzen liefern im Netz kleine, sofort verständliche Momente. Der Internet-Katzen-Tag erinnert daran, wie stark diese scheinbar nebensächlichen Bilder die digitale Kommunikation geprägt haben.

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