Der Internationale T-Shirt-Tag (International T-Shirt Day) wird am 21. Juni begangen. Der Aktionstag geht auf das Unternehmen Spreadshirt zurück, das ihn 2008 ins Leben rief. Erste Aktionen fanden unter anderem in Berlin und Boston statt. Der Tag stellt ein Kleidungsstück in den Mittelpunkt, das längst mehr ist als ein einfaches Oberteil: Das T-Shirt gehört zu den bekanntesten, am weitesten verbreiteten und vielseitigsten Kleidungsstücken der modernen Alltagskultur.
Seine Ursprünge liegen in der Unterwäsche des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Zunächst wurde das kurzärmlige, leichte Hemd vor allem unter anderer Kleidung getragen. Besonders im Militär setzte es sich durch, weil es praktisch, robust und leicht zu reinigen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das T-Shirt zunehmend auch sichtbar getragen. In den 1950er Jahren prägten Schauspieler wie Marlon Brando und James Dean sein Image als Kleidungsstück jugendlicher Lässigkeit.
Seine eigentliche kulturelle Karriere begann jedoch mit dem bedruckten T-Shirt. Firmen nutzten es als Werbeträger, Bands als Fanartikel, politische Bewegungen als sichtbares Zeichen, Vereine und Gruppen als Ausdruck von Zugehörigkeit. Ein T-Shirt kann ein Souvenir sein, ein Statement, ein Erinnerungsstück oder schlicht das Kleidungsstück, das man anzieht, ohne lange darüber nachzudenken. Gerade diese Selbstverständlichkeit macht seine Bedeutung aus.
Der Internationale T-Shirt-Tag erinnert damit an ein Stück Alltagsgeschichte. Kaum ein Kleidungsstück ist so einfach geschnitten und zugleich so wandelbar. Es kann schlicht bleiben oder auffallen, neutral wirken oder eine Botschaft tragen, modisch sein oder völlig gewöhnlich. Das T-Shirt ist Arbeitskleidung, Freizeitkleidung, Fanartikel, Protestfläche und Lieblingsstück zugleich. Seine Form ist schlicht; seine Verwendungsmöglichkeiten sind es nicht.
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