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15. August 2021 – Todestag Gerd Müller

Am 15. August 2021 verlor der deutsche Fußball eine seiner größten Legenden: Gerd Müller, der „Bomber der Nation“, verstarb im Alter von 75 Jahren in Wolfratshausen.

Am 15. August 2021 verlor der deutsche Fußball eine seiner größten Legenden: Gerd Müller, der „Bomber der Nation“, verstarb im Alter von 75 Jahren in Wolfratshausen. Der gebürtige Nördlinger, am 3. November 1945 geboren, gilt bis heute als einer der besten Torjäger der Fußballgeschichte. Schon in jungen Jahren zeigte sich sein außergewöhnliches Talent. Für die A-Jugend des TSV 1861 Nördlingen erzielte er in der Saison 1962/63 unglaubliche 180 Tore und weckte damit das Interesse größerer Vereine. 1964 wechselte er zu Bayern München, damals noch Zweitligist, und startete dort eine beispiellose Karriere.

Mit 365 Toren in 427 Bundesligaspielen ist Müller bis heute Rekordtorschütze der höchsten deutschen Spielklasse. Siebenmal wurde er Torschützenkönig, darunter in der Saison 1971/72 mit legendären 40 Treffern; eine Bestmarke, die erst Jahrzehnte später übertroffen wurde. Mit den Bayern gewann er vier deutsche Meisterschaften, viermal den DFB-Pokal, dreimal den Europapokal der Landesmeister sowie den Weltpokal und den Europapokal der Pokalsieger.

Auch im Nationaltrikot schrieb Müller Geschichte. 68 Tore in 62 Länderspielen machten ihn über viele Jahre zum erfolgreichsten Torjäger Deutschlands. Er führte die Nationalmannschaft 1972 zum Europameistertitel und zwei Jahre später zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Im Finale von München 1974 erzielte er das entscheidende Tor gegen die Niederlande. Bereits 1970 war er bei der Weltmeisterschaft in Mexiko Torschützenkönig geworden und hatte den Ballon d’Or als Europas Fußballer des Jahres erhalten.

Sein Spielstil zeichnete sich durch eine einzigartige Mischung aus Instinkt, Reaktionsschnelligkeit und Abschlussstärke aus. Müller traf aus nahezu jeder Lage, oft aus engen Räumen, und war bekannt für seine blitzschnellen Drehungen im Strafraum. Diese Fähigkeiten machten ihn nicht nur zum „Bomber der Nation“, sondern zu einer internationalen Respektsperson unter den Stürmern seiner Zeit.

1979 wechselte er in die USA zu den Fort Lauderdale Strikers, wo er seine Karriere ausklingen ließ. Nach seinem aktiven Laufbahnende arbeitete er viele Jahre als Co-Trainer der Amateurmannschaft des FC Bayern und half jungen Spielern beim Start in den Profifußball.

2015 wurde bekannt, dass Müller an Alzheimer erkrankt war. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in einem Pflegeheim. Sein Tod löste große Anteilnahme aus, nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Fußballwelt. Franz Beckenbauer bezeichnete ihn sogar als wichtigsten Spieler in der Geschichte des FC Bayern. In seiner Heimatstadt Nördlingen wurde das Stadion nach ihm benannt, und vor der Allianz-Arena in München wurde ihm zu Ehren eine Statue errichtet, die ihn in seiner typischen Torjubel-Pose zeigt.

Gerd Müller hinterlässt ein sportliches Erbe, das bis heute Maßstäbe setzt. Seine Tore, seine Bescheidenheit und seine unvergleichliche Präsenz auf dem Platz bleiben unvergessen. Er war mehr als ein Torjäger; er war ein Symbol für Leidenschaft, Zielstrebigkeit und Erfolg im Fußball.

Bild: Gemeinfrei | Gemeinfrei

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Gerd_Muller_1978-gemeinfrei-crop: Gemeinfrei | Gemeinfrei
  • Kirschbaum Kirschen Menschen heulen Mond an: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier

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