Der Tag der Fische ist in Deutschland ein Aktionstag, der jedes Jahr am 22. August stattfindet. Er soll auf die Bedeutung und den Schutz der Fische und ihrer Lebensräume aufmerksam machen.
Wer den Tag der Fische erfunden hat, liegt im Dunkeln. Eine Quelle behauptet, dass dieser Tag im Jahr 2007 von einer Frau erfunden wurde, die an ihrem Geburtstag einen Feier- oder Gedenktag bei Wikipedia vermisste. Sie entschied sich scherzhaft für den Tag der Fische, weil sie sich und ihre Schwester häufig als Fische (insbesondere Kugelfische) bezeichnete. Ob das wirklich so war, weiß man nicht genau.
Mittlerweile erfüllt der Tag der Fische allerdings einen guten Zweck und immer mehr Organisationen erwähnen diesen Tag. Er bietet die Möglichkeit, über die Situation der Fischbestände in Nord- und Ostsee zu informieren und zu sensibilisieren. Denn diese sind laut WWF in einem nicht sehr guten Zustand. Überfischung, Meeresverschmutzung und Lebensraumverlust bedrohen viele Fischarten und damit das ökologische Gleichgewicht.
Fisch bleibt ein beliebtes Nahrungsmittel in Deutschland. Im Jahr 2023 kauften Privathaushalte rund 418.240 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte und gaben dafür knapp 5,1 Milliarden Euro aus. Damit sank die Menge gegenüber dem Vorjahr, während die Ausgaben stiegen. An der Spitze der beliebtesten Arten hat sich eine Verschiebung ergeben: Lachs löste den Alaska-Seelachs als Favoriten ab, gefolgt von Alaska-Seelachs, Thunfisch beziehungsweise Boniten, Hering und Garnelen. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch lag bei etwa 12,5 Kilogramm, in Schätzungen auch etwas höher. Zugleich erreichte der Kilopreis mit durchschnittlich 12,13 Euro einen Rekordwert, Räucherfisch kostete im Dezember sogar 22,56 Euro pro Kilogramm.
Doch diese hohe Nachfrage hat auch negative Folgen für die Fischpopulationen. Viele Arten sind überfischt oder sogar vom Aussterben bedroht. Um dies zu vermeiden, sollten wir beim Fischkauf regionale und saisonale Fischarten bevorzugen und auf bedrohte Arten verzichten.

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