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13. September 2026 – Internationaler Tag der Höhlen und des Karsts

Der Internationale Tag der Höhlen und des Karsts am 13. September wurde 2025 von der UNESCO beschlossen und fand 2026 erstmals offiziell statt.

Am 13. September richtet sich der Blick auf eine Welt, die sich größtenteils unter unseren Füßen verbirgt. Der Internationale Tag der Höhlen und des Karsts wurde 2025 von der UNESCO beschlossen und findet 2026 erstmals offiziell statt. Er soll auf die Bedeutung dieser besonderen Landschaften aufmerksam machen und für ihren Schutz werben.

Karst entsteht vor allem dort, wo Wasser über lange Zeit lösliche Gesteine wie Kalkstein angreift. Es dringt durch Risse und Spalten ein und löst Teile des Gesteins auf. So entstehen Höhlen, Schächte, unterirdische Flüsse und Dolinen. Manche dieser Formen entwickeln sich über Tausende oder sogar Millionen Jahre.

Karstlandschaften sind keineswegs selten. Nach Angaben der UNESCO nehmen Höhlen und Karstgebiete beinahe ein Viertel der Landoberfläche der Erde ein. Besonders wichtig sind sie für die Wasserversorgung. Mehr als eine Milliarde Menschen beziehen ihr Trinkwasser ganz oder teilweise aus Karstsystemen.

Gerade diese Wasserspeicher sind jedoch empfindlich. In Karstgebieten kann Wasser schnell durch Spalten und Hohlräume in den Untergrund gelangen. Schadstoffe werden dabei oft weniger stark gefiltert als in anderen Böden und können rasch das Grundwasser erreichen.

Auch biologisch sind Höhlen außergewöhnliche Lebensräume. Einige Tiere haben sich über lange Zeit an völlige Dunkelheit angepasst und besitzen kaum Pigmente oder stark zurückgebildete Augen. Für Fledermäuse und zahlreiche andere Arten dienen Höhlen außerdem als Rückzugs-, Überwinterungs- oder Fortpflanzungsort.

Zugleich sind Höhlen Archive der Vergangenheit. Tropfsteine und andere Ablagerungen können Hinweise auf frühere Klimabedingungen liefern. Fossilien, Werkzeuge, Feuerstellen und Höhlenmalereien geben Einblick in die Erd- und Menschheitsgeschichte.

Dass Slowenien bei der Einführung des Aktionstages eine wichtige Rolle spielte, ist kein Zufall. Der Begriff „Karst“ geht auf die Landschaft Kras zurück, die sich im heutigen Slowenien und Italien befindet. Gemeinsam mit der International Union of Speleology setzte sich Slowenien für einen offiziellen internationalen Gedenktag ein. Im November 2025 erklärte die UNESCO den 13. September schließlich zum Internationalen Tag der Höhlen und des Karsts.

Die erste offizielle Feier findet 2026 im slowenischen Postojna statt, einer Region, die für ihre ausgedehnten Höhlensysteme bekannt ist.

Der Aktionstag macht deutlich, dass Höhlen weit mehr sind als touristische Sehenswürdigkeiten. Sie speichern Wasser, bewahren Zeugnisse der Erd- und Menschheitsgeschichte und bieten hoch spezialisierten Arten Lebensraum. Gerade weil diese Systeme oft über sehr lange Zeit entstehen, können Schäden durch Verschmutzung, Eingriffe oder unkontrollierte Nutzung besonders schwerwiegend und dauerhaft sein.

KI-Bild: Daniela Niedermeier

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