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18. Februar 2024 – Elm Farm Ollie-Tag

Am 18. Februar feiern einige Menschen in den USA den Elm Farm Ollie Day, auch bekannt als A Cow Milked While Flying In An Airplane Day (Der Tag, an dem eine Kuh in einem Flugzeug gemolken wurde).

Am 18. Februar feiern einige Menschen in den USA den Elm Farm Ollie Day, auch bekannt als A Cow Milked While Flying In An Airplane Day (Der Tag, an dem eine Kuh in einem Flugzeug gemolken wurde). Dieser Tag erinnert an ein historisches Ereignis aus dem Jahr 1930, als eine Kuh namens Elm Farm Ollie (oder Nellie Jay oder Sky Queen) als erste Kuh in einem Flugzeug flog und dabei gemolken wurde.

Die Idee, eine Kuh in die Luft zu bringen, kam von den Organisatoren der International Air Exposition, einer Luftfahrtausstellung, die vom 8. bis 23. Februar 1930 in St. Louis, Missouri, stattfand. Sie wollten damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Fortschritte der Luftfahrt lenken und gleichzeitig ein wissenschaftliches Experiment durchführen. Berichten zufolge sollte dieses Experiment Wissenschaftlern Erkenntnisse über den Einfluss der Höhe auf die Kuh bringen, insbesondere auf ihre Milchproduktion und -qualität.

Für das Experiment wurde eine Guernsey-Kuh ausgewählt, die auf der Elm Farm in Bismarck, Missouri, lebte. Sie hieß ursprünglich Nellie Jay, wurde aber später nach der Farm benannt, auf der sie lebte. Sie war eine preisgekrönte Kuh, die für ihre hohe Milchleistung bekannt war. Sie produzierte etwa 24 Liter Milch pro Tag, was doppelt so viel war wie der Durchschnitt einer Kuh zu dieser Zeit.

Am 18. Februar 1930 wurde Elm Farm Ollie in eine Ford Trimotor geladen, eine dreimotorige Propellermaschine, die Platz für bis zu 15 Passagiere bot. Neben der Kuh waren auch der Farmer Elsworth W. Bunce, der sie melken sollte, der Pilot Charles W. „Speed“ Holman, der Kopilot William „Bill“ Sawyer, ein Reporter und ein Fotograf an Bord. Die Maschine startete um 10:30 Uhr in Bismarck und flog etwa 116 Kilometer nach St. Louis, wo die Luftfahrtausstellung stattfand.

Während des 72-minütigen Fluges wurde Elm Farm Ollie in einer Höhe von etwa 1.500 Metern gemolken. Sie gab dabei etwa 11 Liter Milch, die in 24 kleine Tüten abgefüllt und mit Fallschirmen über dem Ausstellungsgelände abgeworfen wurden. Die Tüten trugen die Aufschrift: „Souvenir: First Milk from the Sky“ (Souvenir: Erste Milch vom Himmel). Einige der Tüten wurden auch an Prominente verteilt, wie den Gouverneur von Missouri, den Bürgermeister von St. Louis und den Präsidenten der National Dairy Show Association.

Elm Farm Ollie wurde durch ihren Flug zu einer Berühmtheit. Sie wurde von den Medien als „Sky Queen“ (Himmelskönigin) bezeichnet und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Sie wurde auch zu einem Symbol für die Milchindustrie und die Luftfahrt. Sie soll die erste Kuh gewesen sein, die eine Fluglizenz erhielt, und die erste, die Mitglied im Luftfahrtclub von St. Louis wurde.

Elm Farm Ollie kehrte nach ihrem Flug auf ihre Farm zurück, wo sie weiterhin Milch lieferte. Sie starb 1936 im Alter von neun Jahren. Ihre Geschichte wurde jedoch nicht vergessen. Bis heute wird sie in einigen Teilen der USA gefeiert, vor allem in Wisconsin, dem „Dairy State“ (Milchstaat). Dort gibt es jedes Jahr am 18. Februar ein Festival zu ihren Ehren, bei dem unter anderem eine Parade, ein Kostümwettbewerb, eine Milchverkostung und eine Flugshow stattfinden.

Der Elm Farm Ollie Day ist also mehr als nur ein skurriler Feiertag. Er ist eine Hommage an eine außergewöhnliche Kuh, die Geschichte schrieb. Ob das Experiment tatsächlich wissenschaftliche Erkenntnisse brachte, ist nicht bekannt. Aber es zeigt, wie weit manche bereit sind, für die Forschung zu gehen.

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