Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die nationale meteorologische Behörde der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde am 11. November 1952 durch die Zusammenführung der Wetterdienste der verschiedenen westalliierten Besatzungszonen gegründet. Seitdem hat er sich zu einem modernen und vielseitigen Dienstleister für Wetter- und Klimainformationen entwickelt.
Der DWD hat seinen Hauptsitz in Offenbach am Main und untersteht dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Er beschäftigt rund 2150 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in Deutschland. Sein Jahresbudget beträgt etwa 388 Millionen Euro.
Die Hauptaufgabe des DWD ist es, vor wetterbedingten Gefahren zu warnen sowie das Klima in Deutschland zu überwachen, zu dokumentieren und seine Veränderungen zu bewerten. Er betreibt dazu ein umfangreiches Netz von Messstationen, Satelliten, Flugzeugen und Schiffen, die ständig Wetterdaten liefern. Diese werden mit Hilfe von leistungsstarken Großrechnern und numerischen Modellen analysiert und zu Wettervorhersagen verarbeitet.
Der DWD bietet seine Dienstleistungen sowohl für die Allgemeinheit als auch für spezielle Nutzergruppen an, wie zum Beispiel die Schifffahrt, die Luftfahrt, die Landwirtschaft oder die Energiewirtschaft. Er ist auch für die meteorologische Beratung der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen zuständig. Darüber hinaus ist er an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungs- und Kooperationsprojekten beteiligt.
Der DWD verfügt über eine der größten Fachbibliotheken zu den Themen Wetter und Klima weltweit, die Deutsche Meteorologische Bibliothek. Er ist auch der Hüter des nationalen Klimaarchivs, das die Wetter- und Klimadaten seit Beginn der systematischen Beobachtungen im 18. Jahrhundert enthält. Er stellt diese Daten der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Klimaforschung und -bildung.
Der DWD ist Mitglied der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT). Er arbeitet eng mit anderen nationalen Wetterdiensten und internationalen Organisationen zusammen, um einen weltweiten Austausch von Wetter- und Klimainformationen zu gewährleisten.
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