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16. November 1632 – Todestag Gustav II. Adolf

Am 16. November 1632 starb der schwedische König Gustav II. Adolf in der Schlacht von Lützen, einem der blutigsten Gefechte des Dreißigjährigen Krieges.

Am 16. November 1632 starb der schwedische König Gustav II. Adolf in der Schlacht von Lützen, einem der blutigsten Gefechte des Dreißigjährigen Krieges. Er gilt als einer der bedeutendsten Herrscher Schwedens und als einer der größten Feldherren der Neuzeit. Sein Tod veränderte den Verlauf des Krieges und die Geschichte Europas.

Gustav Adolf wurde am 9. Dezember 1594 in Stockholm geboren. Er war der Sohn von Karl IX. und Christina von Holstein-Gottorp und folgte seinem Vater 1611 auf den Thron, wobei er Schweden zu einer europäischen Großmacht führte. Er reformierte das Heer, die Verwaltung, die Justiz, die Kirche und die Wirtschaft. Auch förderte er die Bildung, die Kultur und die Wissenschaft. Er war ein Anhänger des Protestantismus und ein Gegner der Habsburger.

Im Jahr 1629 entschloss er sich, in den Dreißigjährigen Krieg einzugreifen, um die protestantischen Fürsten und Städte in Deutschland gegen die kaiserliche Armee und die katholische Liga zu unterstützen. Er landete mit einem Heer von 13.000 Mann in Pommern und begann einen erfolgreichen Feldzug, der ihn bis nach Bayern führte. Dabei gewann er mehrere Schlachten, darunter die berühmte Schlacht von Breitenfeld 1631, in der er den kaiserlichen Feldherrn Tilly besiegte.

Am 16. November 1632 traf er bei Lützen auf seinen Rivalen Wallenstein, der mit einem Heer von 15.000 Mann die schwedischen Truppen aufhielt. Die Schlacht war hart umkämpft und dauerte den ganzen Tag. Gustav Adolf kämpfte an vorderster Front und wurde mehrmals verwundet. Dabei verlor er den Kontakt zu seiner Leibgarde und geriet in einen Hinterhalt. Er wurde von mehreren Schüssen getroffen und starb auf dem Schlachtfeld. Sein Leichnam wurde von Plünderern geschändet und ausgezogen. Erst nach der Schlacht wurde er von seinen Soldaten gefunden und identifiziert.

Die Schlacht von Lützen endete mit einem taktischen Unentschieden, aber mit einem strategischen Sieg für die Schweden. Sie konnten ihre Stellung in Deutschland behaupten und den Krieg fortsetzen. Gustav Adolf wurde als Märtyrer und Held verehrt. Er wurde nach Schweden überführt und in der Riddarholmskyrkan in Stockholm beigesetzt. Seine Tochter Christina folgte ihm als Königin nach.

Gustav Adolf hinterließ ein großes Erbe. Er gilt als der Begründer des modernen Schweden und als der Retter des deutschen Protestantismus. Auch war er ein Vorbild für viele spätere Herrscher und Generäle und wurde in vielen Ländern mit Denkmälern, Gedenktagen und Liedern geehrt. Er war einer der wichtigsten Figuren der schwedischen Geschichte und des Dreißigjährigen Krieges.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • UFO über einem Waldstück KI wn: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
  • Tag der doofen Nuss lustige Nuss KI wn crop: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
  • Edgar Wallace Gedenktafel: Gemeinfrei | Gemeinfrei
  • Bert Brecht Tussauds Berlin wn crop: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier

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