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27. Dezember 2024 – Tag des Generikums

Der Tag des Generikums wird seit dem 27. Dezember 2023 jedes Jahr begangen, um das sogenannte generische Maskulinum und die Vorteile einer klaren und prägnanten Sprache zu feiern.

Der Tag des Generikums wird seit dem 27. Dezember 2023 jedes Jahr begangen, um das sogenannte generische Maskulinum und die Vorteile einer klaren und prägnanten Sprache zu feiern. Dieser Tag erinnert an die Einführung von Vorschriften in Deutschland, die eine sogenannte „gendergerechte Formulierung“ zwangsweise vorschreiben, wie es zum Beispiel im Heilmittelwerbegesetz (voller Name: Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens) der Fall ist. Hier wurde am 27. Dezember 2023 gesetzlich ein Genderzwang eingeführt. Dabei wird zunehmend sichtbar, wie das Gendern die Sprache unnötig verkompliziert und aufbläht. Im Gegensatz dazu bietet das Generikum eine einfache, verständliche und inklusive Form der Kommunikation, da es alle Geschlechter einschließt, ohne das Geschlecht in den Vordergrund zu stellen.

Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Formulierung des Heilmittelwerbegesetz-Textes „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“, die eine klare und prägnante Aussage darstellt. Durch das Gendern wird daraus jedoch der Zwangstext „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke“, was nicht nur den Lesefluss stört, sondern auch zu Missverständnissen führt. In einer Apotheke könnte schließlich auch ein Kunde gemeint sein, was den Sinn der Aussage verzerrt. Hier zeigt sich deutlich, wie Gendern die Sprache nicht nur aufbläht, sondern auch ungenauer macht.

Das generische Maskulinum ist in vielen Sprachen die übliche Form, um Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht zu benennen. Es legt den Fokus auf den Beruf oder die Tätigkeit und nicht auf das Geschlecht der Person. Dadurch wird die Kommunikation klarer und effizienter. Ein Beispiel hierfür ist der Satz: „Ada Lovelace war der erste Programmierer.“ Diese Aussage vermittelt eindeutig, dass Lovelace ein weiblicher Pionier in der Informatik war, ohne dass ihr Geschlecht unnötig betont wird. Der Satz „Ada Lovelace war die erste Programmiererin“ hingegen würde nur Frauen meinen und damit eine ungenaue Aussage treffen, denn die Unterscheidung nach Geschlecht ist hier irrelevant.

Ein weiteres Beispiel ist der Satz „Frauen sind die besseren Autofahrer“. Nur durch das Generikum ist diese Aussage klar verständlich und macht den Vergleich mit männlichen Autofahrern deutlich. Würde man den Satz hingegen gendern und sagen „Frauen sind die besseren Autofahrerinnen“, würde die Bedeutung verzerrt, da der Vergleich nur unter Frauen stattfinden würde. Das zeigt, dass das Generikum klare und verständliche Aussagen ermöglicht, während Gendern den Sinn oft verfälscht.

Ein zentrales Missverständnis im Genderdiskurs ist die Vermischung von Genus (grammatisches Geschlecht) und Sexus (biologisches Geschlecht). Das generische Maskulinum bezieht sich auf das grammatische Geschlecht und schließt alle Geschlechter ein, ohne das biologische Geschlecht zu betonen. Diese Unterscheidung wird im Gendern oft ignoriert, was zu unnötigen Verwirrungen führt. So ist „der Leichnam“ nicht zwangsläufig ein Mann und „die Leiche“ nicht zwingend eine Frau. Auch Begriffe wie „der Mensch“, „die Person“ und „das Opfer“ für die selbe Person zeigen, dass die grammatische Geschlechtsform keine Aussage über das biologische Geschlecht trifft. Das Leugnen dieses Unterschiedes ist die Grundlage des Genderns, was wiederum zu einer aufgeblähten und ungenauen Sprache führt.

Unser Gehirn verarbeitet kurze und prägnante Aussagen am besten. Aus diesem Grund sagen wir „Kita“ statt „Kindertagesstätte“ und „Bus“ statt „Autobus“. Je weniger Silben eine Information enthält, desto schneller kann sie verstanden und verarbeitet werden. Schachtelsätze und lange, verschachtelte Formulierungen, wie sie oft beim Gendern entstehen, erschweren das Verständnis erheblich. Sie lenken vom Wesentlichen ab und machen es schwieriger, den Kern einer Aussage zu erfassen. Das generische Maskulinum trägt dazu bei, Sprache effizient zu halten, indem es unnötige Zusätze vermeidet und den Lesefluss fördert.

Ein weiterer kritischer Aspekt ist das zunehmende Unsichtbarmachen des Generikums durch den Einsatz von Sonderzeichen, Wortdoppelungen oder den falschen Gebrauch des Partizip I, wie es vor allem in Medien und der Politik verbreitet ist. Formulierungen wie „Leser*innen“, „Bürgerinnen und Bürger“ oder „Studierende“ blähen die Sprache auf und führen zu Unklarheiten. Besonders der Gebrauch des Partizip I, etwa in „Studierende“ oder „Lehrende“, führt zu Missverständnissen, da es sich dabei grammatisch um aktive Tätigkeiten handelt. Eine Person, die gerade nicht studiert, ist nicht zwangsläufig „studierend“, und nicht jeder Lehrer ist permanent „lehrend“. Ein sterbender Studierender ist jemand, der beim Studieren, studierend also, stirbt. Ein sterbender Student hingegen kann dem Tod beim Essen, beim Radfahren, beim Schlafen, beim Streiten, kurz gesagt, bei jeder beliebigen Aktivität begegnen.

Diese künstliche Konstruktion zielt angeblich darauf ab, Geschlechter sichtbar zu machen, während sie gleichzeitig die Klarheit und Effizienz der Sprache zerstört. Das generische Maskulinum hingegen hat genau diese Funktion immer erfüllt: Es inkludiert alle, ohne das Geschlecht künstlich hervorzuheben, und lässt den Fokus auf der Aussage selbst. Der Zwang zu Doppelungen und Sonderzeichen erschwert zudem das Lesen und Verstehen von Texten, insbesondere für Menschen mit Leseschwierigkeiten und Menschen, die die deutsche Sprache erlernen wollen, und steht im Widerspruch zu einer klaren, inklusiven und barrierefreien Kommunikation.

Der Tag des Generikums ruft daher dazu auf, die Klarheit und Prägnanz in der Sprache zu bewahren. Das generische Maskulinum stellt keine Diskriminierung dar, sondern ermöglicht eine inklusive und effiziente Kommunikation, die das Wesentliche in den Mittelpunkt stellt. Gendern hingegen bläht die Sprache auf, erschwert den Lesefluss und führt oft zu Missverständnissen. Es ist an der Zeit, sich wieder auf eine klare und verständliche Sprache zu besinnen, die alle Menschen mitmeint – unabhängig von ihrem Geschlecht.

Bild: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
KI-Bild: Werner Niedermeier

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