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4. Februar 2004 – Gründung von Facebook

Vor mehr als 20 Jahren, am 4. Februar 2004, ging eine neue Website online, die die Welt verändern sollte: Facebook.

Vor mehr als 20 Jahren, am 4. Februar 2004, ging eine neue Website online, die die Welt verändern sollte: Facebook. Was als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten begann, ist heute eine der mächtigsten und umstrittensten Plattformen im Internet.

Facebook wurde von Mark Zuckerberg, einem 19-jährigen Informatik- und Psychologiestudenten, zusammen mit seinen Kommilitonen Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes als „The Facebook“ gegründet. Die Idee war, eine Online-Community für die Kommunikation und Vernetzung der Studenten an der Harvard University zu schaffen. Der Name Facebook leitete sich von den Jahrbüchern ab, die die Studenten mit Fotos und Informationen über ihre Kommilitonen erhielten.

Die Website war ein sofortiger Erfolg und verbreitete sich schnell auf andere Elite-Universitäten in den USA. Zuckerberg erhielt die Unterstützung von Sean Parker, einem Mitgründer von Napster, der ihm riet, das “the” aus dem Namen zu streichen und die Domain facebook.com zu kaufen. Im Jahr 2005 wurde Facebook für alle Hochschulen und Schulen in den USA und Kanada geöffnet. Ein Jahr später konnten sich auch alle Personen über 13 Jahren mit einer gültigen E-Mail-Adresse registrieren.

Facebook wuchs rasant und zog die Aufmerksamkeit von Investoren und Medien an. Im Jahr 2007 startete Facebook die Entwicklerplattform, die es externen Anwendungen ermöglichte, auf die Daten und Funktionen von Facebook zuzugreifen. Damit wurde Facebook zu einem Ökosystem für Spiele, Quizze, Umfragen und andere Apps, die die Nutzer unterhielten und binden sollten. Ebenfalls 2007 führte Facebook die Werbeplattform Facebook Ads ein, die es Werbetreibenden erlaubte, gezielte Anzeigen auf der Grundlage der Nutzerdaten zu schalten.

Facebook expandierte auch international und startete lokale Versionen in verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch im März 2008. Im Jahr 2010 erreichte Facebook die Marke von 500 Millionen Nutzern weltweit. Um seine Reichweite zu erhöhen, kaufte Facebook auch andere beliebte Apps wie Instagram (2012) und WhatsApp (2014) auf. Diese Übernahmen stießen jedoch auf Bedenken von Wettbewerbsbehörden und Datenschützern, die Facebook vorwarfen, eine Monopolstellung im Bereich der sozialen Medien zu erlangen und die Privatsphäre der Nutzer zu verletzen.

Facebook geriet in den letzten Jahren immer mehr in die Kritik, vor allem wegen seines Umgangs mit den Daten und Inhalten seiner Nutzer. Im Jahr 2016 wurde Facebook beschuldigt, die US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen, indem es die Verbreitung von Falschinformationen und Hassrede auf seiner Plattform zuließ. Im Jahr 2018 wurde der Cambridge-Analytica-Skandal aufgedeckt, bei dem eine britische Firma die Daten von Millionen von Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung gesammelt und für politische Zwecke missbraucht hatte. Diese und andere Skandale führten zu Untersuchungen, Klagen, Bußgeldern und einem Vertrauensverlust bei den Nutzern, Werbekunden und Partnern von Facebook.

Aber auch der Umgang mit seinen Benutzern wird Facebook vorgeworfen. Unliebsame Themen werden zensiert, Benutzer gesperrt und sogenannte zum Teil dubiose „Faktenchecker“ versuchen, ihre Ideologie den Mitgliedern von Facebook aufzuzwingen. End 2024 verkündete Mark Zuckerberg, dass er sich von dem zum großen Teil dubiosen „Faktencheckern“ trennen wolle, vorerst in den USA.

Mark Zuckerberg hat außerdem eingeräumt, dass sein Unternehmen während der Corona-Pandemie von der Biden-Regierung unter Druck gesetzt wurde, bestimmte Inhalte zu zensieren. In einem Brief an den Vorsitzenden des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses, Jim Jordan, erklärte Zuckerberg, dass hochrangige Beamte des Weißen Hauses im Jahr 2021 wiederholt Druck auf Meta ausgeübt hätten, um spezifische COVID-19-bezogene Inhalte, einschließlich Humor und Satire, zu entfernen.

Zuckerberg bedauerte, diesem Druck nachgegeben zu haben, und betonte, dass solche Entscheidungen letztlich bei Meta selbst lagen. Er gestand ein, dass das Unternehmen Fehler gemacht habe, und versprach, künftig offen gegen derartige Einmischungen vorzugehen. Zudem bezeichnete er es als Fehler, die Verbreitung eines Berichts der „New York Post“ über den Laptop von Hunter Biden vor der Präsidentschaftswahl 2020 eingeschränkt zu haben, nachdem das FBI vor einer möglichen russischen Desinformationskampagne gewarnt hatte. Diese Eingeständnisse wurden von verschiedenen Beobachtern, insbesondere Republikanern, als „großer Gewinn für die Meinungsfreiheit“ gewertet.

Facebook versuchte, sein Image zu verbessern, indem es mehr Transparenz, Sicherheit und Verantwortung versprach. Es investierte in die Bekämpfung von Fake News, Hassrede und Manipulation auf seiner Plattform. Es führte auch neue Funktionen wie Facebook Watch (einen Video-Streaming-Dienst), Facebook Portal (einen Smart Speaker) und Facebook Dating (einen Dating-Dienst) ein. Im Jahr 2021 gab Zuckerberg bekannt, dass Facebook seinen Namen in Meta Platforms ändern werde, um seine Vision von einer virtuellen und erweiterten Realität zu reflektieren, die er als Metaverse bezeichnete.

Facebook ist trotz aller Kontroversen immer noch eines der größten und einflussreichsten Unternehmen der Welt. Laut den neuesten verfügbaren Daten hat Facebook folgende Kennzahlen:

  • 2,9 Milliarden monatlich aktive Nutzer weltweit im 1. Quartal 2023
  • 411 Millionen monatlich aktive Nutzer in Europa im 1. Quartal 2023
  • 32 Millionen monatlich aktive Nutzer in Deutschland im April 2023
  • 70,7 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2019
  • 23,2 Milliarden US-Dollar Gewinn im Jahr 2019
  • 341 Milliarden US-Dollar Markenwert im Jahr 2023
  • 62 Prozent der Facebook-Nutzer weltweit sind unter 35 Jahre alt

Facebook steht jedoch auch vor vielen Herausforderungen, wie dem Wettbewerb von anderen Plattformen wie TikTok, Telegram oder Snapchat, dem Rückgang der Nutzerzahlen in einigen Märkten wie den USA oder Europa, dem regulatorischen Druck von verschiedenen Regierungen und Institutionen, dem Schutz der Privatsphäre und Sicherheit seiner Nutzer und dem Erhalt seiner gesellschaftlichen Verantwortung und Glaubwürdigkeit. Ob Facebook diese Herausforderungen meistern und seine Vision vom Metaverse verwirklichen kann, bleibt abzuwarten.

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