Am 23. Mai wird in den USA ein ungewöhnlicher Aktionstag begangen: der Trink mit Hühnern-Tag. Was auf den ersten Blick skurril oder albern wirkt, hat sich in wenigen Jahren zu einem charmanten Ritual für Tierfreunde, Gartenliebhaber und Cocktailfreunde entwickelt. Die Initiatorin des Tages, Kate Richards, betreibt den populären Blog „Drinking with Chickens“, in dem sie ihre Begeisterung für Hühnerhaltung, botanische Gartenkunst und fantasievolle Getränkekultur mit einer guten Portion Humor verbindet. Der Aktionstag wurde erstmals im Jahr 2019 ausgerufen und hat seither besonders in sozialen Netzwerken eine stetig wachsende Fangemeinde gefunden.
Der Tag steht ganz im Zeichen des bewussten Innehaltens im Alltag. Es geht nicht primär darum, Alkohol zu konsumieren, sondern vielmehr darum, sich mit einem Getränk – sei es ein Cocktail oder eine alkoholfreie Variante – in den Garten oder auf den Balkon zu setzen und die Nähe zur Natur zu genießen. Wer eigene Hühner hält, teilt diesen Moment mit seinen gefiederten Mitbewohnern. Wer keine Hühner hat, kann sich symbolisch beteiligen, etwa durch Fotos mit Haustieren, Pflanzen oder dekorativen Hühnerfiguren. Der Hintergrund ist eine kleine Auszeit im Grünen, verbunden mit der Idee, Alltagssituationen bewusster zu gestalten und mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Der Tag lädt zur Entschleunigung ein und ist zugleich eine kleine Feier des Alltags und der Tierliebe. Viele Teilnehmer dokumentieren ihre Teilnahme auf sozialen Medien mit dem Hashtag #NationalDrinkingWithChickensDay und zeigen damit, dass zwischen Gartenglück, Hühnerställen und Cocktailgläsern ein eigener, liebevoll-absurder Mikrokosmos existiert. Besonders beliebt sind aufwendig dekorierte Getränke, eigens für diesen Tag entworfene Gartenoutfits und kreative Fotos mit Hühnern auf dem Schoß oder auf dem Picknicktisch.
So ist der Tag des Trinkens mit Hühnern letztlich weit mehr als ein Anlass zum Schmunzeln. Er steht für eine humorvolle, kreative Alltagskultur, die Natur, Entschleunigung und Gemeinschaft ins Zentrum rückt. In einer oft hektischen und digitalisierten Welt schafft er einen Moment der analogen Verbundenheit – mit sich selbst, der Umgebung und manchmal eben auch mit einem Huhn.

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