Am 11. Juni 2013 gab das Medienunternehmen Bertelsmann bekannt, dass es das Geschäft mit gedruckten Lexika aufgeben wird. Diese Entscheidung bedeutete auch das Ende für die angesehene Brockhaus-Enzyklopädie in gedruckter Form.
Die erste Ausgabe des Brockhaus wurde bereits im Jahr 1796 veröffentlicht, damals unter dem Titel „Conversations-Lexicon“. Im Jahr 1818 zog der Verlag unter dem Namen „F. A. Brockhaus“ nach Leipzig. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verlag als „VEB Brockhaus Leipzig“ verstaatlicht, während gleichzeitig ein privater Verlag namens „F. A. Brockhaus“ in Wiesbaden weiterhin existierte.
1984 fusionierte dieser private Verlag mit der „Bibliographisches Institut AG“ zur „Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG“. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der „VEB Brockhaus“ von der Treuhand an die Verlagsgruppe verkauft.
Im Jahr 2008 erwarb Bertelsmann die Markenrechte und versuchte zunächst, das Lexikon zu modernisieren. Es wurde erstmals 2002 in digitaler Form auf CD-ROM und DVDs veröffentlicht. Jedoch wurde es durch das Internet schlichtweg überflüssig, weshalb sich Bertelsmann von der Marke trennte.
Im Jahr 2015 übernahm der Verlag der Schwedischen Nationalenzyklopädie die Marke und entwickelte Brockhaus zu einem digitalen Bildungsanbieter, der unter anderem Schulen und Universitäten beliefert.

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