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21. Juli 2025 – Tag des Junkfoods

Am 21. Juli ist insbesondere in den USA der Tag des Junkfoods (Junkfood day).

Am 21. Juli begehen zahlreiche Menschen in den USA und zunehmend auch anderswo den Tag des Junkfoods (National Junk Food Day). Der informelle Feiertag widmet sich all jenen Lebensmitteln, die in Gesundheitsratgebern als abschreckende Beispiele dienen; von frittierten Snacks über gezuckerte Limonaden bis hin zu Chips, Schokoriegeln und Fastfood in allen Varianten. Was auf den ersten Blick wie eine Einladung zur Maßlosigkeit wirkt, wirft bei genauerem Hinsehen Fragen nach Esskultur, Genuss und Verantwortung auf.

Der Begriff „Junkfood“, wörtlich übersetzt „Müllessen“, ist ein Kind der 1970er Jahre. Er steht für hochverarbeitete Produkte mit geringem Nährwert, aber hohem Gehalt an Zucker, Fett, Salz und künstlichen Zusatzstoffen. Die Popularität solcher Lebensmittel ist ungebrochen. Sie passen zum schnellen Lebensstil moderner Gesellschaften, sind überall verfügbar und oft günstig. Wer jedoch regelmäßig auf diese Kost zurückgreift, riskiert Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und andere chronische Krankheiten.

Trotzdem erfreut sich der Junkfood Day in sozialen Medien großer Beliebtheit. Nutzer teilen unter dem Hashtag #JunkFoodDay Bilder ihrer Lieblingssünden, oft mit einem Augenzwinkern. In Restaurants, Imbissen und Supermärkten locken Aktionen und Sonderangebote. Der Tag dient damit auch als Ventil für jene, die sich im Alltag diszipliniert ernähren und sich nun einen „Ausnahmetag“ gönnen.

Ernährungswissenschaftler sehen solche Anlässe zwiespältig. Einerseits kann ein bewusster Genuss gelegentlich erlaubter „Sünden“ helfen, strikte Diätpläne durchzuhalten. Andererseits bestehe die Gefahr, dass der Tag als Freifahrtschein für maßlose Völlerei verstanden wird. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die besonders empfänglich für Werbung und Geschmackskonditionierung sind, sei Vorsicht geboten.

Doch der Tag des Junkfoods kann auch anders gedacht werden; als Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Essgewohnheiten, Lebensmittelindustrie und persönlichen Bedürfnissen. Warum greifen Menschen zu fettigem oder süßem Essen, wenn sie müde, gestresst oder traurig sind? Welche Rolle spielt Geschmackskonditionierung, und wie lassen sich gesündere Alternativen entwickeln, die ebenfalls Genuss bieten?

So gesehen ist der Tag des Junkfoods nicht nur ein Anlass für eine Portion Pommes oder ein Stück Pizza, sondern auch ein Spiegel der Ernährungsrealität vieler Menschen. Ein bewusster Umgang mit dem Thema, zwischen Genuss, Information und Kritik, könnte helfen, langfristig bessere Entscheidungen zu treffen. Denn gutes Essen beginnt nicht beim Verzicht, sondern beim Verstehen.

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