Am 23. Juli 1965 wurde in Hampstead, einem Stadtteil Londons, ein Junge geboren, der später mit Zylinder, Sonnenbrille und Gibson Les Paul zur Ikone des Rock werden sollte: Saul Hudson, besser bekannt als Slash. Heute feiert der Ausnahmegitarrist seinen Geburtstag.
Slash wuchs überwiegend in Los Angeles auf. Sein Vater war britischer Künstler, seine Mutter eine afroamerikanische Modedesignerin, die unter anderem für David Bowie arbeitete. Das kreative Umfeld prägte ihn früh, doch es war die Musik, die ihn schließlich vollkommen vereinnahmte. In den 1980er-Jahren wurde er Teil der aufstrebenden Hardrockszene Hollywoods, zunächst in kleinen Bands, dann ab 1985 als Leadgitarrist der Gruppe, mit der sein Name untrennbar verbunden ist: Guns N’ Roses.
Mit dem 1987 erschienenen Debütalbum Appetite for Destruction schrieben Guns N’ Roses Musikgeschichte. Songs wie Sweet Child o’ Mine, Paradise City und Welcome to the Jungle wurden weltweite Hits. Slash’ Gitarrenspiel, eine Mischung aus technischem Können, bluesiger Attitüde und unbändiger Energie, trug entscheidend zum Sound der Band bei. Sein Solo in Sweet Child o’ Mine gilt bis heute als eines der bekanntesten der Rockgeschichte.
Doch hinter dem Ruhm stand auch die Kehrseite des Rock’n’Roll-Lebens: interne Konflikte, Drogenprobleme, exzessive Tourneen. 1996 verließ Slash die Band nach zunehmenden Differenzen mit Sänger Axl Rose. In der Folgezeit arbeitete er mit verschiedenen Projekten, darunter Slash’s Snakepit und die Supergroup Velvet Revolver, die mit Scott Weiland als Sänger an alte Erfolge anknüpfen konnte. Doch es war seine Rückkehr zu Guns N’ Roses im Jahr 2016, die Fans weltweit begeisterte. Seitdem steht die Band wieder gemeinsam auf der Bühne, mit einer Besetzung, die sich nah an der ursprünglichen Formation orientiert.
Neben seiner Arbeit mit Guns N’ Roses hat sich Slash auch als Solokünstler profiliert. In Zusammenarbeit mit Myles Kennedy und der Band The Conspirators veröffentlichte er mehrere Alben, die sowohl kommerziell erfolgreich als auch von der Kritik wohlwollend aufgenommen wurden. Dabei blieb er seinem Stil treu, entwickelte ihn aber zugleich weiter: rockig, melodisch, immer mit dem charakteristischen Klang seiner Les Paul-Gitarre.
Slash ist kein Musiker, der sich in den Vordergrund drängt, trotz seiner legendären Bühnenpräsenz. Interviews gibt er sparsam, seine Privatsphäre schützt er konsequent. Dennoch ist sein Einfluss auf Generationen von Gitarristen und Rockfans unbestritten. Er steht in der Tradition von Größen wie Jimmy Page, Jimi Hendrix oder Joe Perry und hat sich zugleich einen ganz eigenen Platz im Pantheon der Rockmusik erarbeitet.

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