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1. Oktober 2025 – Todestag Jane Goodall

Am 1. Oktober 2025 ist Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben. Die britische Primatenforscherin und Umweltaktivistin war auf einer Vortragsreise in Kalifornien, als sie friedlich einschlief.

Am 1. Oktober 2025 ist Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben. Der britische Primatenforscher und Umweltaktivist war auf einer Vortragsreise in Kalifornien, als sie friedlich einschlief. Mit ihrem Tod verliert die Welt eine der bedeutendsten Stimmen für Natur und Artenschutz.

Geboren wurde Valerie Jane Morris-Goodall am 3. April 1934 in London. Schon in ihrer Kindheit entwickelte sie eine große Liebe zu Tieren und der Natur. Ohne formale wissenschaftliche Ausbildung zog sie Ende der fünfziger Jahre nach Afrika, wo sie dem Anthropologen Louis Leakey begegnete. Er erkannte ihr Talent und ermöglichte ihr, im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania Schimpansen zu beobachten. Dort begann sie 1960 ihre bahnbrechenden Feldstudien, die das Bild vom Tierverhalten grundlegend veränderten.

Sie konnte zeigen, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen und nutzen, dass sie komplexe soziale Beziehungen pflegen und individuelle Persönlichkeiten ausbilden. Damit widerlegte sie die bis dahin herrschende Vorstellung, nur der Mensch sei zu solchen Fähigkeiten in der Lage. Ihre Arbeit brachte ihr 1965 den Doktortitel der Universität Cambridge ein, obwohl sie zuvor nie einen klassischen Studienabschluss absolviert hatte.

Goodall gründete 1977 das Jane Goodall Institute, das sich bis heute für den Schutz von Primaten und deren Lebensräumen einsetzt. Mit dem Programm Roots & Shoots motivierte sie seit den neunziger Jahren junge Menschen weltweit, Projekte für Umwelt, Tiere und Gemeinschaften ins Leben zu rufen. Für ihr Engagement wurde sie vielfach geehrt, unter anderem mit dem Templeton-Preis, dem Titel einer Dame Commander of the British Empire, der Presidential Medal of Freedom und der Ernennung zum UN-Friedensbotschafter. Trotz ihres hohen Alters reiste sie bis zuletzt unermüdlich um die Welt, um für den Schutz der Natur zu werben.

Der Todestag Jane Goodalls ist ein Einschnitt für alle, die sich dem Erhalt der Biodiversität verpflichtet fühlen. Ihr Vermächtnis reicht weit über die Wissenschaft hinaus. Sie verband Forschung mit Empathie und inspirierte Generationen dazu, Mitgefühl für Tiere zu entwickeln und Verantwortung für den Planeten zu übernehmen. Ihr Leben steht für Geduld, Ausdauer und Hoffnung. Auch nach ihrem Tod wird ihr Name in Schulen, Universitäten und Naturschutzorganisationen weiterleben und Menschen dazu ermutigen, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.

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