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18. Oktober 2025 – Alaska-Tag

Der Alaska-Tag (Alaska Day) wird jedes Jahr am 18. Oktober begangen und erinnert an den historischen Moment im Jahr 1867, als Alaska offiziell von Russland an die Vereinigten Staaten übergeben wurde.

Der Alaska-Tag (Alaska Day) wird jedes Jahr am 18. Oktober begangen und erinnert an den historischen Moment im Jahr 1867, als Alaska offiziell von Russland an die Vereinigten Staaten übergeben wurde. Die Übergabe fand in Sitka statt, der damaligen Hauptstadt des russischen Amerikas. Mit dem Einholen der russischen und dem Hissen der amerikanischen Flagge endete eine Ära der russischen Kolonialherrschaft im Norden und begann ein neues Kapitel unter amerikanischer Verwaltung. Der Kaufpreis betrug 7,2 Millionen Dollar; umgerechnet entsprach das weniger als zwei Cent pro Acre.

Der Vertrag zwischen Russland und den Vereinigten Staaten war bereits im März 1867 unterzeichnet worden. Außenminister William H. Seward verhandelte den Erwerb, der in den USA zunächst auf Skepsis stieß. Viele hielten Alaska für ein ödes, eisiges Land ohne wirtschaftlichen Nutzen und verspotteten Seward mit der Bezeichnung „Seward’s Folly“, also „Sewards Torheit“. Erst Jahrzehnte später zeigte sich, wie vorausschauend der Kauf gewesen war. Die Entdeckung reicher Goldvorkommen, später von Öl und anderen Rohstoffen, machte Alaska zu einem wichtigen Bestandteil der amerikanischen Wirtschaft und Energieversorgung.

Der 18. Oktober wurde in Alaska zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt und hat bis heute vor allem in Sitka besondere Bedeutung. Dort finden Feierlichkeiten, Paraden und historische Nachstellungen statt, die an die Flaggenzeremonie auf dem Castle Hill erinnern. Schulen und Behörden bleiben an diesem Tag geschlossen, und viele Einwohner nutzen die Gelegenheit, sich mit der wechselvollen Geschichte ihres Bundesstaates auseinanderzusetzen.

Neben der historischen Perspektive ist der Alaska-Tag auch Anlass für kritische Rückblicke. Für die indigenen Völker Alaskas markierte der Übergang an die USA den Beginn tiefgreifender Veränderungen. Ihre Lebensweise, ihre Sprachen und kulturellen Strukturen wurden in den folgenden Jahrzehnten massiv beeinträchtigt. Heute bemühen sich viele Gemeinden, diese Traditionen zu bewahren und ihre Perspektive stärker in das öffentliche Gedenken einzubringen.

So ist der Alaska-Tag mehr als nur eine Erinnerung an einen historischen Vertrag. Er spiegelt die Entwicklung eines Landes wider, das von unterschiedlichen Kulturen geprägt ist und bis heute zwischen Tradition und Moderne seinen eigenen Weg sucht.

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