Der internationale Tag des Füllfederhalters wurde im Jahr 2012 von Aaron Zeller, dem Gründer der Zeller Writing Company, ins Leben gerufen, um die Verwendung von Füllfederhaltern im täglichen Leben zu fördern und die Handschrift wiederzubeleben. Der Feiertag findet jedes Jahr am ersten Freitag im November statt.
An diesem Tag werden weltweit verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisiert, um den Füller zu feiern und zu würdigen. Zum Beispiel gibt es Rabatte, Gewinnspiele, Workshops, Ausstellungen, Vorträge oder Schreibwettbewerbe, die von verschiedenen Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen gesponsert werden.
Der Füller hat eine lange und spannende Geschichte, die bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. zurückreicht, als die ersten Federkiele aus Vogelfedern zum Schreiben mit Tinte verwendet wurden. Diese Federn mussten jedoch ständig in ein Tintenfass eingetaucht werden, was sehr umständlich und unpraktisch war. Im 17. Jahrhundert wurden die ersten Federn aus mehreren zusammengesteckten Federkielen erfunden, die mit Tinte befüllt und mit einem Korken verschlossen wurden. Durch ein kleines Loch im Korken konnte die Tinte gedrückt werden, bevor sie durch den zweiten Kiel auf das Papier gelangte. Diese Federn waren jedoch anfällig für Tintenklecks-Unfälle und konnten nur wenig Tinte speichern.
Im 19. Jahrhundert wurde die Metallfeder eingeführt, die aus Stahlplatten gefertigt wurde, die ein passendes Verhältnis zwischen Härte und Elastizität lieferten. Die Metallfedern waren strapazierfähiger und konnten verschiedene Strichstärken erzeugen, je nachdem, wie stark man aufdrückte. Die ersten Füllfederhalter mit einem integrierten Tintenbehälter wurden ebenfalls in dieser Zeit entwickelt, wobei verschiedene Mechanismen zum Befüllen verwendet wurden, wie z.B. Kolben, Hebel oder Patronen. Einer der bekanntesten Erfinder von Füllfederhaltern war der US-Amerikaner Lewis Edson Waterman, der 1884 ein Patent für einen Füller mit einem Luftdruckausgleichssystem erhielt, das ein gleichmäßiges Fließen der Tinte ermöglichte.
Im 20. Jahrhundert erlebte der Füller seine Blütezeit, als er zu einem beliebten und prestigeträchtigen Schreibgerät wurde, das von berühmten Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Mahatma Gandhi oder Ernest Hemingway benutzt wurde. Viele renommierte Hersteller von Füllfederhaltern entstanden in dieser Zeit, wie z.B. Montblanc, Parker, Pelikan oder Lamy. Der Füller wurde auch zu einem Objekt der Kunst und des Designs, das mit verschiedenen Materialien, Formen und Farben verziert wurde. Der Füller war jedoch nicht nur ein Luxusartikel, sondern auch ein praktisches und zuverlässiges Schreibgerät, das von Schülern, Studenten, Lehrern, Journalisten und vielen anderen verwendet wurde.
Der Füller hat viele Vorteile, die ihn von anderen Schreibgeräten unterscheiden und die ihn zu einem idealen Begleiter für das Schreiben mit der Hand machen. Hier sind einige davon:
- Der Füller ist wiederverwendbar und nachfüllbar.
- Der Füller ist ergonomisch, da er eine natürliche und entspannte Schreibhaltung fördert. Er gleitet sanft über das Papier und erfordert keinen hohen Druck, was die Handgelenke und die Finger schont. Er ist auch für Linkshänder geeignet, da er keine Schmierflecken hinterlässt.
- Der Füller ist individuell, da er eine persönliche und charakteristische Handschrift erzeugt. Er passt sich dem Schreibstil und der Handschrift des Benutzers an und verleiht dem Geschriebenen eine besondere Note. Er ist auch in verschiedenen Größen, Formen, Farben und Designs erhältlich, die den Geschmack und die Persönlichkeit des Benutzers widerspiegeln.
- Der Füller ist kreativ, da er die Fantasie und die Inspiration anregt. Er eignet sich hervorragend für das Schreiben von Briefen, Tagebüchern, Gedichten, Geschichten oder anderen literarischen Werken. Er ist auch in verschiedenen Strichstärken und Tintenfarben erhältlich, die die Ausdrucksmöglichkeiten erweitern.
- Der Füller ist kulturell, da er eine lange und reiche Geschichte hat, die mit der Entwicklung der Schrift und der Literatur verbunden ist. Er ist ein Zeuge und ein Vermittler von Wissen, Kunst und Kultur. Er ist auch ein Symbol für Eleganz, Stil und Bildung.
Im 21. Jahrhundert wurde der Füller von anderen Schreibgeräten wie Kugelschreibern, Gelschreibern oder Faserschreibern verdrängt, die billiger, einfacher und vielseitiger waren. Der Füller wurde auch von der Digitalisierung herausgefordert, die das Schreiben mit der Hand immer mehr ersetzte. Doch der Füller ist nicht tot, er lebt noch und wird von vielen als einzigartiges und wertvolles Schreibgerät gesehen.

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- Wolfgang_Sawallisch_1988-CC-BY-SA-40: Andrea Riegel (Düsseldorf) | CC BY-SA 4.0 International