Am 23. Januar feiern die USA den Rhabarberkuchentag (National Rhubarb Pie Day), einen Tag, der dem köstlichen Kuchen aus dem sauren Stängelgemüse gewidmet ist. Obwohl Rhabarber heute vor allem als Zutat für Süßspeisen bekannt ist, hat er eine lange Geschichte als Heilpflanze und als Delikatesse in Europa.
Rhabarber stammt ursprünglich aus Asien, wo er schon vor Tausenden von Jahren als Abführmittel verwendet wurde. Erst im 18. Jahrhundert gelangte er nach Europa, wo er zunächst als exotische Pflanze geschätzt wurde. Der berühmte Naturforscher Carl von Linné gab ihm den wissenschaftlichen Namen Rheum rhabarbarum, was so viel bedeutet wie “fremdländische Wurzel”.
In England begannen die Gärtner, Rhabarber für Kuchen und Törtchen zu verwenden, die sie rhubarb pies nannten. Diese wurden bald zu einem beliebten Dessert, das auch in Frankreich und Deutschland Anklang fand. In Deutschland wurde der Rhabarberkuchen erstmals 1864 in einem Lexikon erwähnt, und später von der bekannten Kochbuchautorin Henriette Davidis in ihren Rezepten aufgenommen.
Der Rhabarberkuchentag wurde vermutlich von einem unbekannten Liebhaber des Kuchens ins Leben gerufen, um diese leckere Tradition zu ehren. An diesem Tag kann man sich einen selbstgebackenen oder gekauften Rhabarberkuchen gönnen, oder ihn mit Freunden und Familie teilen. Es gibt viele Variationen des Rhabarberkuchens, zum Beispiel mit Streuseln, Baiser, Pudding oder Quark. Manche mögen ihn auch mit Sahne oder Vanilleeis serviert.
Rhabarber ist nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Er enthält viel Vitamin C, Kalium, Calcium und Ballaststoffe. Er hat auch eine erfrischende Wirkung und kann bei Verdauungsbeschwerden helfen. Allerdings sollte man nicht zu viel davon essen, da er auch Oxalsäure enthält. Sehr hohe Mengen Oxalsäure können Vergiftungserscheinungen hervorrufen, wie Übelkeit, Durchfall oder Krämpfe. Die Blätter des Rhabarbers enthalten besonders hohe Konzentrationen und sind daher nicht zum Verzehr geeignet. Durch das richtige Zubereiten, wie Kochen oder den Genuss mit kalziumreichen Lebensmitteln, lässt sich der Einfluss der Oxalsäure reduzieren, sodass Rhabarber in moderaten Mengen unbedenklich ist.

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