Heute ist der 2. Februar, der Tag der Flüsse (National River Day), ein Tag, um die Bedeutung und Schönheit der Flüsse auf der ganzen Welt zu würdigen. Der Tag der Flüsse wurde von der World Rivers Foundation ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die ökologischen, kulturellen und wirtschaftlichen Werte der Flüsse zu erhöhen und die verbesserte Bewirtschaftung und Erhaltung der Flüsse zu fördern.
Flüsse sind die Lebensadern unseres Planeten. Sie versorgen Milliarden von Menschen mit Trinkwasser, Nahrung, Energie, Transport und Erholung. Sie sind auch die Heimat von unzähligen Tier- und Pflanzenarten, die die biologische Vielfalt und das ökologische Gleichgewicht erhalten. Flüsse sind zudem Zeugen der Geschichte und Kultur der Menschheit, die viele Zivilisationen und Traditionen hervorgebracht haben.
Viele Flüsse stehen weltweit unter erheblichem Druck durch Verschmutzung, intensive Nutzung, den Ausbau von Staudämmen und Eingriffe in Auenlandschaften. Verlässliche internationale Erhebungen zeigen, dass ein großer Teil der Süßwasserökosysteme nicht mehr in einem guten ökologischen Zustand ist. In der Europäischen Union erreicht nur eine Minderheit der Flüsse und Seen die von der Wasserrahmenrichtlinie geforderten Qualitätsziele, in Deutschland ist der Anteil ökologisch intakter Fließgewässer besonders gering. Auf globaler Ebene fehlen einheitliche Zustandsdaten für alle Flüsse, doch Berichte der Vereinten Nationen weisen darauf hin, dass in vielen Regionen Wasserqualität und Wasserverfügbarkeit abnehmen. Bereits heute leben Milliarden Menschen in Gebieten mit hohem Wasserstress, und Prognosen gehen davon aus, dass sich dieses Problem bis zur Mitte des Jahrhunderts weiter verschärfen wird, wenn keine wirksamen Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen ergriffen werden.
Um diese Herausforderungen anzugehen, ruft der Tag der Flüsse alle Menschen dazu auf, sich aktiv an der Pflege und dem Schutz der Flüsse zu beteiligen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren, wie zum Beispiel an Flussreinigungs- und Wiederherstellungsprojekten teilzunehmen, sich über die Flussprobleme zu informieren, oder einfach nur die Schönheit und Freude der Flüsse zu genießen.
Anlässlich des Tages der Flüsse lohnt ein Blick auf einige der bedeutendsten Ströme der Erde. Der Nil gilt mit rund 6.650 Kilometern weiterhin als längster Fluss der Welt und durchquert auf seinem Weg zum Mittelmeer elf afrikanische Staaten. Der Amazonas in Südamerika ist zwar etwas kürzer, führt jedoch mit Abstand das größte Wasservolumen aller Flüsse und transportiert mehr Wasser als mehrere der nächstgrößten Flusssysteme zusammen; er mündet nach seinem Lauf durch Peru, Kolumbien und Brasilien in den Atlantik. In Asien nimmt der Jangtse mit etwa 6.300 Kilometern eine Schlüsselrolle ein, während in Europa die Wolga mit rund 3.530 Kilometern nicht nur der längste, sondern auch der wasserreichste Fluss ist. In Nordamerika bildet das Mississippi–Missouri-System mit etwa 6.270 Kilometern das längste Flusssystem des Kontinents und eine zentrale Verkehrsachse der USA. Der Paraná prägt als zweitgrößter Strom Südamerikas weite Teile Brasiliens, Paraguays und Argentiniens, während in Australien das Murray–Darling-System die wichtigste Wasserquelle für Landwirtschaft und Siedlungen darstellt. In Afrika folgt auf den Nil der Kongo, der mit rund 4.700 Kilometern Länge nicht nur einer der wasserreichsten Flüsse der Erde ist, sondern auch als tiefster Fluss weltweit gilt.
Der Tag der Flüsse soll daran erinnern, wie wichtig Flüsse für die Menschheit sind. Denn wie Mark Angelo, der Gründer des Tag der Flüsse, sagte: “Flüsse sind die Arterien unseres Planeten; sie sind Lebensadern im wahrsten Sinne des Wortes.”

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