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13. Februar 2026 – Erster Freitag der 13. im Jahr 2026

Am heutigen Freitag, den 13. Juni 2025, blicken viele Menschen mit gemischten Gefühlen auf den Kalender.

Am heutigen Freitag, den 13. Februar 2026, blicken viele Menschen mit gemischten Gefühlen auf den Kalender. Für einige ist es ein Tag wie jeder andere, für andere jedoch ein Unglückstag, der mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen und einem gewissen Unbehagen begangen wird. Woher kommt dieser weit verbreitete Aberglaube, und gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass dieser Tag tatsächlich Unglück bringt?

Anders als im Jahr 2025, in dem es nur einen solchen Termin gab, treten im Kalenderjahr 2026 gleich drei Freitage auf, die auf einen Dreizehnten fallen, nämlich im Februar, im März und im November. Tatsächlich kann Freitag, der 13., in jedem Jahr bis zu dreimal vorkommen, manchmal jedoch auch nur einmal. Durchschnittlich fällt der erste Freitag der 13. in den letzten 100 Jahren in die Monate März oder April. Im Jahr 2026 jedoch tritt der erste Freitag der 13. bereits im Februar auf. Diese seltene Konstellation verstärkt den mystischen Charakter des Tages für viele Menschen.

Die Angst vor Freitag, dem 13., ist tief in der westlichen Kultur verwurzelt. Tatsächlich gibt es für diesen Aberglauben zwei Hauptursachen: Die negative Assoziation mit der Zahl 13 und der Freitag als „unglücklicher“ Wochentag.

Die 13 gilt in vielen Kulturen als eine unheilvolle Zahl. Dies liegt daran, dass sie die Ordnung der 12, die in der westlichen Welt traditionell als „vollständige“ oder „göttliche“ Zahl angesehen wird (12 Monate im Jahr, 12 Tierkreiszeichen, 12 Apostel), übersteigt. Diese zusätzliche Zahl wird oft als „überschüssig“ oder „störend“ angesehen.

Der Freitag selbst hat seit jeher einen schlechten Ruf, insbesondere in christlichen Traditionen. So soll laut der Bibel Jesus an einem Freitag gekreuzigt worden sein, und es wird vermutet, dass auch Adam und Eva an einem Freitag die verbotene Frucht gegessen haben. In Kombination mit der als unglücklich geltenden Zahl 13 ergibt sich daraus die weitverbreitete Furcht vor Freitag, dem 13.

Besonders stark verankert ist der Aberglaube in der Popkultur. Die amerikanische Horrorfilmreihe Freitag der 13. prägte seit 1980 das Bild des Datums als Symbol drohender Gefahr und machte die Figur Jason Voorhees weltweit bekannt. Auch in Liedern, Fernsehserien und Romanen taucht der Tag regelmäßig als dramaturgisches Element auf, häufig als Vorbote von Missgeschick oder Ironie. Dadurch wurde der ursprünglich religiös geprägte Aberglaube im 20. Jahrhundert zu einem festen Bestandteil moderner Unterhaltungskultur.

Zu den bekanntesten Beispielen gehören neben dem Originalfilm Freitag der 13. aus dem Jahr 1980 auch Fortsetzungen wie Freitag der 13. Teil 2, das Crossover Freddy vs. Jason sowie die Neuverfilmung aus dem Jahr 2009. In der Musik griffen vor allem Rock- und Punkbands das Motiv auf, etwa die Gruppe Misfits mit dem Titel Friday the 13th, der den Tag bewusst als düsteres Symbol verwendet. In zahlreichen Fernsehserien wird das Datum ebenfalls gezielt eingesetzt, um unheimliche oder ironische Handlungselemente zu betonen, wodurch sich das Motiv fest im kollektiven Gedächtnis verankerte.

In besonders extremen Fällen führt die Furcht vor Freitag, dem 13., zur sogenannten Paraskavedekatriaphobie, der klinischen Angst vor diesem Datum. Studien zufolge leiden bis zu 10% der westlichen Bevölkerung unter dieser Phobie, was sich nicht nur im Alltag, sondern auch in der Wirtschaft bemerkbar macht.

Aber wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter dem Aberglauben? Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben versucht, einen Zusammenhang zwischen Freitag, dem 13., und einer Zunahme von Unglücksfällen zu finden. Die Ergebnisse sind eindeutig: Es gibt keinen statistisch signifikanten Beweis dafür, dass an diesem Tag mehr Unfälle, Katastrophen oder Pechfälle auftreten als an jedem anderen Tag im Jahr.

Eine oft zitierte Studie des British Medical Journal aus dem Jahr 1993 untersuchte die Verkehrsunfälle an verschiedenen Freitagen, darunter auch Freitag, der 13. Die Forscher stellten fest, dass an diesem Tag zwar weniger Autos auf der Straße unterwegs waren, die Unfallrate jedoch nicht höher war als an anderen Tagen. Ähnlich verhält es sich mit Flugzeugabstürzen, Naturkatastrophen oder anderen Unglücksfällen: Statistisch gesehen ist Freitag, der 13., ein ganz normaler Tag.

Warum jedoch glauben so viele Menschen fest daran, dass an diesem Tag mehr Unheil droht? Die Antwort liegt in der menschlichen Psyche. Der sogenannte Bestätigungsfehler führt dazu, dass wir uns besonders an die negativen Ereignisse erinnern, die an einem Freitag, dem 13., passieren, und positive oder normale Erlebnisse an diesem Tag ignorieren. Dies verstärkt den Glauben, dass der Tag besonders unheilvoll sei, obwohl die Fakten etwas anderes zeigen.

Ein weiteres Phänomen, das diesen Aberglauben stützt, ist die Selbsterfüllende Prophezeiung. Menschen, die fest daran glauben, dass Freitag, der 13., ein Unglückstag ist, verhalten sich oft vorsichtiger oder nervöser. Dies kann dazu führen, dass sie unaufmerksamer sind und tatsächlich häufiger kleine Missgeschicke passieren; was wiederum den Aberglauben bestätigt.

Freitag, der 13., mag in vielen Köpfen mit Pech und Unglück verbunden sein, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Weder die Geschichte noch die Wissenschaft können einen tatsächlichen Grund liefern, warum dieser Tag gefährlicher oder unglücklicher sein sollte als jeder andere Tag im Kalender. Der Aberglaube ist tief in unserer Kultur verankert, aber letztlich entscheidet jeder selbst, wie viel Bedeutung er diesem Datum beimisst.

Für die meisten von uns bleibt Freitag, der 13., also einfach nur ein ganz normaler Freitag; mit einem vielleicht etwas mystischen Flair.

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