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16. Februar 1937 – Nylon wird patentiert

Am 16. Februar 1937 wurde das Patent für Nylon erteilt, eine synthetische Faser, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff besteht.

Am 16. Februar 1937 wurde das Patent für Nylon erteilt, eine synthetische Faser, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff besteht. Nylon wurde von Wallace Carothers, einem Chemiker bei der Firma DuPont, erfunden, der nach einem Ersatz für Seide suchte. Nylon erwies sich als eine vielseitige, langlebige und kostengünstige Faser, die in vielen Bereichen eingesetzt werden konnte, von Textilien über Zahnbürsten bis hin zu Fallschirmen.

Nylon hatte einen großen Einfluss auf die Modeindustrie, vor allem auf die Herstellung von Strümpfen. Vor Nylon waren Strümpfe aus Seide oder Wolle gefertigt, die teuer, schwer zu pflegen und leicht zu beschädigen waren. Nylonstrümpfe waren dagegen billig, leicht, glatt und widerstandsfähig. Sie wurden zu einem Symbol für Eleganz und Weiblichkeit und lösten einen regelrechten Boom aus. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Nylonstrümpfe jedoch knapp, da die Faser für militärische Zwecke verwendet wurde. Frauen malten sich sogar die Beine an, um den Effekt von Nylonstrümpfen zu imitieren.

Nylon hatte auch einen großen Einfluss auf die Wissenschaft und Technik, da es die Entwicklung neuer Materialien und Anwendungen ermöglichte. Nylon war die erste vollständig synthetische Faser, die aus Erdöl hergestellt wurde. Es war auch die erste Faser, die durch Polymerisation entstand, ein Prozess, bei dem sich kleine Moleküle zu langen Ketten verbinden. Diese Entdeckung führte zu weiteren Innovationen, wie Polyester, Teflon, Kevlar und viele andere. Nylon wurde auch für verschiedene Produkte verwendet, wie Reißverschlüsse, Zelte, Autoreifen, Gitarrensaiten, künstliche Sehnen und vieles mehr.

Heute ist Nylon immer noch eine der beliebtesten und meistverwendeten Kunstfasern der Welt. Es wird geschätzt, dass weltweit jährlich rund 8 Millionen Tonnen Polyamide (umgangssprachlich Nylon) produziert werden. Nylon hat jedoch auch einige Nachteile, wie seine Umweltauswirkungen. Es ist nicht biologisch abbaubar und benötigt viel Energie und Wasser bei der Herstellung. Es gibt daher Bemühungen, Nylon nachhaltiger zu machen, zum Beispiel durch Recycling, Verwendung von pflanzlichen Rohstoffen oder Entwicklung von biologisch abbaubaren Alternativen.

Nylon ist zweifellos eine der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts, die die Welt in vielerlei Hinsicht verändert hat. Nylon ist ein Beispiel dafür, wie die Chemie zu Fortschritt, Schönheit und Kreativität beitragen kann, aber auch zu Herausforderungen, die gelöst werden müssen.

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