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25. Februar 2026 – Tag der Schachtelsätze

Am 25. Februar ist der Tag der Schachtelsätze, die auch Hypotaxe genannt werden.

Am 25. Februar ist der Tag der Schachtelsätze, die auch Hypotaxe genannt werden. Ein Schachtelsatz ist ein Satz, der aus mehreren Teilsätzen besteht, die ineinander verschachtelt sind. Schachtelsätze sind oft lang, kompliziert und schwer zu verstehen. Zum Beispiel: “Der Mann, der gestern, als es noch hell war, mit dem Fahrrad, das er erst kürzlich, nachdem er lange dafür gespart hatte, gekauft hatte, losgefahren war, kam erst spät nach Hause.”

Der Tag der Schachtelsätze wurde von Sprachliebhabern ins Leben gerufen, um auf diese besondere Form der Satzbildung aufmerksam zu machen. Der Tag soll sowohl die Faszination als auch die Herausforderung von Schachtelsätzen zeigen. Schachtelsätze können nämlich sehr elegant, kreativ und ausdrucksstark sein, aber auch verwirrend, ermüdend und unverständlich.

Warum fällt es uns so schwer, Schachtelsätze zu verstehen? Die Antwort liegt in unserem Gehirn. Unser Gehirn verarbeitet Sprache in einem begrenzten Arbeitsgedächtnis, das nur eine bestimmte Menge an Informationen speichern kann. Je länger und komplexer ein Satz ist, desto mehr Informationen muss unser Gehirn behalten, um den Sinn zu erfassen. Das überfordert unser Arbeitsgedächtnis und führt zu Verwirrung und Vergessen.

Um unser Gehirn zu entlasten, sollten wir daher versuchen, Schachtelsätze zu vermeiden oder zu vereinfachen. Das können wir tun, indem wir Teilsätze durch Kommas, Punkte oder andere Satzzeichen voneinander trennen, oder indem wir unnötige Informationen weglassen oder umformulieren. Zum Beispiel: “Der Mann fuhr gestern mit dem Fahrrad los, als es noch hell war. Er hatte es erst kürzlich gekauft, nachdem er lange dafür gespart hatte. Er kam erst spät nach Hause.”

Kürzere Sätze mit wenigen Silben sind für unser Gehirn weitaus besser zu verstehen, weil sie weniger kognitive Anstrengung erfordern. Sie sind auch für unsere Leser oder Zuhörer angenehmer, weil sie die Botschaft klarer und schneller vermitteln. Das ist übrigens, abseits aller ideologischen Diskussionen, einer der Hauptgründe von der sogenannten „Gendersprache“ abzusehen. Insbesondere die derzeit von vielen Politikern und Medien genutzten Doppelungen wie „Zuschauerinnen und Zuschauer“ sind eine Überforderung unseres Gehirns auf Kosten der Verständnis und Klarheit.

Der Tag der Schachtelsätze ist also eine gute Gelegenheit, um unsere Sprachfähigkeit zu testen, zu verbessern und zu genießen.

Bild: Gemeinfrei | Gemeinfrei

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  • Schachtelsatz-Hypotaxe-Mollweide_Original: Gemeinfrei | Gemeinfrei

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