Der Welt-Hämophilie-Tag wird jährlich am 17. April begangen und dient dazu, das Bewusstsein für Hämophilie und andere Blutungsstörungen zu schärfen. Der Tag wurde 1989 von der Weltföderation der Hämophilie (WFH) ins Leben gerufen und das Datum wurde gewählt, um den Geburtstag des Gründers der Organisation, Frank Schnabel, zu ehren.
Hämophilie, auch als Bluterkrankheit bekannt, ist eine genetische Störung, bei der die Blutgerinnung beeinträchtigt ist. Personen mit Hämophilie bluten länger als normal, da ihr Blut nicht richtig gerinnt. Dies kann zu längeren Blutungen nach Verletzungen führen und sogar zu spontanen Blutungen ohne offensichtliche Wunden.
Die Behandlung von Hämophilie umfasst in der Regel die Substitution der fehlenden Gerinnungsfaktoren, um Blutungen zu verhindern oder zu behandeln. In einigen Fällen können auch neue Therapieansätze wie die Gentherapie zum Einsatz kommen, die darauf abzielt, die genetische Ursache der Erkrankung zu korrigieren.
Das Thema des Welt-Hämophilie-Tages im Jahr 2025 lautet dieses Jahr unter dem Motto: „Access for all: Women and girls bleed too“ (Zugang für alle: auch Frauen und Mädchen bluten)“. So soll auf die sehr wenigen hämophilen weiblichen Patienten aufmerksam gemacht werden. Denn meist tritt Hämophilie bei männlichen Betroffenen auf; in Deutschland sind beispielsweise an Hämophilie A circa 5.000 Menschen erkrankt, darunter geschätzt lediglich zehn weibliche.

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