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20. April 1941 – Geburtstag Ryan O’Neal

Am heutigen 20. April hätte Ryan O’Neal seinen Geburtstag gefeiert; ein Schauspieler, der in den 1970er-Jahren mit seinem blendenden Aussehen und seinem unverkennbaren Charme zum Hollywood-Liebling avancierte.

Am heutigen 20. April hätte Ryan O’Neal seinen Geburtstag gefeiert; ein Schauspieler, der in den 1970er-Jahren mit seinem blendenden Aussehen und seinem unverkennbaren Charme zum Hollywood-Liebling avancierte. Er war nicht nur Star zahlreicher Kinohits, sondern auch eine der schillerndsten Persönlichkeiten des amerikanischen Films; mit einer Karriere, die zwischen Ruhm, Tragik und großer Liebe schwankte.

Geboren wurde Charles Patrick Ryan O’Neal am 20. April 1941 in Los Angeles, Kalifornien, als Sohn des Drehbuchautors Charles O’Neal und der Schauspielerin Patricia O’Callaghan. Die Nähe zur Filmwelt war ihm also schon in die Wiege gelegt. Doch zunächst versuchte sich O’Neal als Boxer, bevor er Mitte der 1960er-Jahre als Darsteller in der Fernsehserie Peyton Place seinen ersten größeren Erfolg feierte.

Sein Durchbruch kam 1970 mit der tragischen Romanverfilmung Love Story. An der Seite von Ali MacGraw spielte er den Harvard-Studenten Oliver Barrett IV; und wurde mit nur einem Film zum romantischen Helden einer ganzen Generation. Der Streifen war ein weltweiter Kassenerfolg und brachte O’Neal eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein.

In den 1970er-Jahren folgte eine Reihe bedeutender Filme, die Ryan O’Neal endgültig als vielseitigen Star etablierten. In Peter Bogdanovichs Komödie Is’ was, Doc? (1972) brillierte er an der Seite von Barbra Streisand mit pointiertem Witz und perfektem Timing. Ein Jahr später folgte Paper Moon (1973), in dem er mit seiner Tochter Tatum O’Neal vor der Kamera stand. Für ihre Rolle erhielt Tatum im Alter von nur zehn Jahren den Oscar – ein Rekord, der bis heute besteht.

Ryan O’Neal war nicht nur für sein schauspielerisches Talent bekannt, sondern auch für seine Ausstrahlung. Er verkörperte den „All-American Boy“; gutaussehend, selbstbewusst, mit einem Hauch von Melancholie. In Stanley Kubricks Barry Lyndon (1975) zeigte er, dass er auch ernste Rollen mit Tiefe und Zurückhaltung meistern konnte.

O’Neals Leben abseits der Kamera war geprägt von Höhen und Tiefen. Seine langjährige Beziehung mit der Schauspielerin Farrah Fawcett war ebenso leidenschaftlich wie turbulent. Die beiden waren über Jahrzehnte ein Paar, trennten sich mehrfach, fanden aber immer wieder zueinander. Bis zu Fawcetts Tod 2009 wich O’Neal nicht von ihrer Seite; ihre Liebe galt als eine der tragischsten Geschichten Hollywoods.

Seine Beziehung zu seinen Kindern, darunter Tatum O’Neal, war oft schwierig. In Interviews sprach Ryan später offen über familiäre Konflikte, eigene Fehler und verpasste Chancen.

In den letzten Jahrzehnten zog sich Ryan O’Neal zunehmend aus dem Filmgeschäft zurück. Gelegentlich war er noch in Serien wie Bones zu sehen, doch sein Gesundheitszustand, unter anderem kämpfte er mit Krebs, belastete ihn stark.

Trotz aller persönlichen Rückschläge bleibt Ryan O’Neal eine der großen Ikonen des amerikanischen Kinos der 70er-Jahre. Seine Filme haben Generationen berührt, seine Leinwandpräsenz war unverwechselbar. Mit seinem Charme, seinem Talent und seiner komplexen Persönlichkeit hinterließ er ein bleibendes Erbe.

Ryan O’Neal starb am 8. Dezember 2023 im Alter von 82 Jahren. Heute, an seinem Geburtstag, erinnern sich Fans, Freunde und Filmkenner auf der ganzen Welt an einen Mann, der mehr war als ein schöner Held: Er war ein Schauspieler mit Herz, Widersprüchen; und großer Leinwandgeschichte.

Bild: Shutterstock | Shutterstock

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