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5. Mai 1988 – Geburtstag Adele

Adele Laurie Blue Adkins wurde am 5. Mai 1988 im Londoner Stadtteil Tottenham geboren. Ihr Geburtstag erinnert an einen Künstler, der aus vergleichsweise einfachen Verhältnissen zu einem der erfolgreichsten Sänger des 21. Jahrhunderts wurde.

Adele Laurie Blue Adkins wurde am 5. Mai 1988 im Londoner Stadtteil Tottenham geboren. Ihr Geburtstag erinnert an einen Künstler, der aus vergleichsweise einfachen Verhältnissen zu einem der erfolgreichsten Sänger des 21. Jahrhunderts wurde. Aufgewachsen ist Adele vor allem bei ihrer Mutter Penny Adkins, nachdem sich ihre Eltern früh getrennt hatten. Schon als Kind interessierte sie sich für Stimmen, Lieder und große Gefühle in der Musik; später besuchte sie die BRIT School in Croydon, aus der mehrere bekannte britische Popmusiker hervorgegangen sind.

Ihr Weg in die Öffentlichkeit begann früh, aber nicht mit einem künstlich aufgebauten Starimage. 2007 erschien „Hometown Glory“, ein Lied, das Adele bereits als Jugendlicher geschrieben hatte. Ein Jahr später folgte ihr Debütalbum „19“, dessen Titel auf ihr Alter während der Entstehung verweist. Mit Songs wie „Chasing Pavements“ wurde sie rasch auch außerhalb Großbritanniens bekannt. Schon dieses erste Album zeigte die Grundzüge ihrer Musik: eine kraftvolle, sofort erkennbare Stimme, klare Melodien, Einflüsse aus Soul, Pop und Rhythm and Blues sowie Texte, die persönliche Erfahrungen in große, allgemein verständliche Lieder verwandeln.

Der internationale Durchbruch gelang Adele 2011 mit dem Album „21“. Es wurde zu einem der prägenden Popalben seiner Zeit und machte sie endgültig zum Weltstar. „Rolling in the Deep“, „Someone Like You“ und „Set Fire to the Rain“ liefen weltweit im Radio, standen in den Charts weit oben und wurden zu Liedern, die auch Jahre später noch fest mit ihrer Karriere verbunden sind. Bei den Grammy Awards 2012 gewann Adele sechs Preise an einem Abend, darunter die Auszeichnung für das Album des Jahres. Sie wurde damit zu einem Sänger, der nicht nur kommerziell außergewöhnlich erfolgreich war, sondern auch von Kritikern und der Musikbranche ernst genommen wurde.

Adele blieb danach ein Künstler, der sich dem schnellen Rhythmus des Popgeschäfts entzog. Sie veröffentlichte nicht jedes Jahr neue Musik, sondern ließ ihren Alben Zeit. 2012 sang sie mit „Skyfall“ den Titelsong zum gleichnamigen James-Bond-Film. Das Lied brachte ihr unter anderem einen Oscar und einen Golden Globe ein. 2015 folgte das Album „25“, das mit der Single „Hello“ eröffnet wurde. Der Song wurde sofort zu einem weltweiten Ereignis; das Album brach Verkaufsrekorde und bestätigte, dass Adele auch nach mehreren Jahren Pause nichts von ihrer Wirkung verloren hatte.

Neben der Karriere wurde auch ihr Privatleben immer wieder öffentlich beachtet, ohne dass Adele daraus eine dauerhafte Inszenierung machte. 2012 wurde ihr Sohn Angelo geboren. Später trennte sie sich von Simon Konecki, mit dem sie verheiratet war. Diese private Neuordnung prägte ihr viertes Studioalbum „30“, das 2021 erschien. Darauf ging es nicht nur um Trennung und Schmerz, sondern auch um Selbstprüfung, Mutterschaft, Schuldgefühle und den Versuch, einem Kind eine schwierige Lebensphase verständlich zu machen. Mit „Easy on Me“ gelang ihr erneut ein großer internationaler Erfolg.

Adele gehört heute zu den meistverkauften und meistprämierten Musikern ihrer Generation. Sie hat zahlreiche Grammy Awards, mehrere BRIT Awards, einen Oscar, einen Golden Globe und einen Emmy gewonnen. Ihre Alben erreichten in vielen Ländern Spitzenplätze; besonders in Großbritannien gilt sie als einer der erfolgreichsten Künstler der jüngeren Musikgeschichte. Auffällig ist dabei, dass ihre Karriere nicht auf ständige Präsenz angewiesen war. Adele verschwand immer wieder aus der Öffentlichkeit, kehrte mit neuer Musik zurück und erreichte dennoch ein Millionenpublikum.

In den vergangenen Jahren standen vor allem ihre Konzerte im Mittelpunkt. Ihre Las-Vegas-Residenz „Weekends with Adele“ zeigte, wie sehr ihre Musik von Stimme, Persönlichkeit und direktem Kontakt zum Publikum lebt. 2024 trat sie außerdem in München in einer eigens errichteten Arena auf. Danach kündigte sie eine längere Pause an. Auch das passt zu einer Laufbahn, die weniger von Dauerbetrieb als von klar gesetzten Momenten geprägt ist.

Der Geburtstag von Adele ist deshalb mehr als ein Datum im Popkalender. Er erinnert an einen Sänger, der große Gefühle nicht verkleinert, aber auch nicht ausstellt; an eine Künstler, der aus persönlichen Erfahrungen Lieder gemacht hat, in denen sich Millionen Menschen wiederfinden. Ihre Musik handelt von Liebe, Verlust, Erinnerung, Reue und Neubeginn. Dass sie damit über viele Jahre hinweg ein weltweites Publikum erreicht, liegt nicht allein an ihrer Stimme. Es liegt an der Verbindung aus musikalischer Kraft, emotionaler Genauigkeit und einer selten gewordenen Fähigkeit, Stille und Abstand ebenso ernst zu nehmen wie den großen Auftritt.

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