Der Tag des Peruanischen Nackthundes (Peruvian Hairless Dog Day) erinnert am 12. Juni an eine Hunderasse, die in Peru weit mehr als ein ungewöhnliches Haustier ist. Der weitgehend haarlose Hund mit seiner glatten Haut, den aufmerksamen Ohren und der schlanken Gestalt gehört zur Kulturgeschichte des Landes. In Peru heißt er Perro sin Pelo del Perú; gebräuchlich sind auch die Namen Viringo und Perro calato.
Das Datum geht auf den 12. Juni 1985 zurück. Damals wurde die Rasse von der Fédération Cynologique Internationale offiziell als aus Peru stammender Hund anerkannt und unter der Nummer 310 in die internationale Rassenomenklatur aufgenommen. Der peruanische Kynologe Ermanno Maniero hatte den ersten Standard ausgearbeitet.
Die Geschichte des Peruanischen Nackthundes reicht jedoch erheblich weiter zurück. Darstellungen finden sich auf Keramiken verschiedener präkolumbischer Kulturen, darunter Vicús, Mochica, Chancay und Chimú. Auch Knochenfunde aus rituellen Bestattungen belegen, dass diese Hunde bereits lange vor der spanischen Eroberung bekannt waren. Archäologische Zeugnisse reichen teilweise mehr als 2000 Jahre zurück.
Seine Haarlosigkeit ist keine vollständig einheitliche Eigenschaft. In einem Wurf können sowohl nackte als auch behaarte Welpen geboren werden. Die behaarte Variante wurde lange wenig beachtet, spielt heute aber eine wichtige Rolle für die genetische Vielfalt und den Erhalt der Rasse. Auch die nackten Hunde besitzen häufig einen kleinen Haarbüschel auf dem Kopf oder einzelne Haare an Schwanz und Pfoten.
Im Jahr 2001 erklärte Peru den Perro sin Pelo del Perú zur heimischen Hunderasse und zum nationalen Kulturerbe. Damit erhielt ein Tier offiziellen Schutz, dessen Bestand zeitweise zurückging. Heute begegnet man den Hunden nicht nur als Haustieren, sondern auch an Museen und archäologischen Stätten. Dort stehen sie sinnbildlich für die Verbindung zwischen dem heutigen Peru und seiner präkolumbischen Vergangenheit.
Der Tag des Peruanischen Nackthundes würdigt deshalb keine bloße Kuriosität. Er erinnert an eine der ältesten Hunderassen Südamerikas und an ein Tier, das über Jahrhunderte hinweg Teil der peruanischen Kultur geblieben ist.
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