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26. Juli 2026 – Internationaler Tag zur Erhaltung des Mangroven-Ökosystems

Mit dem Internationalen Tag zur Erhaltung des Mangroven-Ökosystems erinnert die UNESCO seit 2015 an die enorme ökologische, klimatische und gesellschaftliche Bedeutung dieser einzigartigen Wälder.

Der 26. Juli steht weltweit im Zeichen der Mangroven. Mit dem Internationalen Tag zur Erhaltung des Mangroven-Ökosystems erinnert die UNESCO seit 2015 an die enorme ökologische, klimatische und gesellschaftliche Bedeutung dieser einzigartigen Wälder an tropischen und subtropischen Küsten. Anlass für die Wahl des Datums war der Tod des philippinischen Umweltaktivisten Hayhow Daniel Nanoto, der sich für den Schutz von Mangroven einsetzte und an diesem Tag im Jahr 1998 bei einem Übergriff ums Leben kam.

Mangrovenwälder wachsen in den Übergangszonen zwischen Land und Meer. Ihr Geflecht aus Wurzeln trotzt Salzwasser, Gezeiten und stürmischem Wetter. Genau diese Anpassungsfähigkeit macht Mangroven zu einem der widerstandsfähigsten und zugleich produktivsten Ökosysteme der Erde. Sie bieten Schutz für Küstenlinien, dienen zahlreichen Fischarten, Krebsen, Vögeln und Reptilien als Lebensraum, und sind als sogenannte „Blue Carbon“-Speicher in der Lage, große Mengen Kohlendioxid langfristig zu binden.

Gleichzeitig zählen Mangroven zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen weltweit. Abholzung für Aquakultur und Tourismus, Urbanisierung, Umweltverschmutzung und steigende Meeresspiegel haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einem drastischen Rückgang geführt. Schätzungen zufolge ist seit den 1980er-Jahren rund ein Drittel der weltweiten Mangrovenfläche verschwunden. Das hat nicht nur Folgen für die Biodiversität, sondern auch für Millionen Menschen, die in Küstenregionen leben und von den Leistungen dieser Ökosysteme abhängig sind.

Der Aktionstag will dazu beitragen, das Bewusstsein für diese Zusammenhänge zu stärken. Initiativen zum Schutz und zur Wiederaufforstung von Mangroven setzen zunehmend auf partizipative Modelle, in denen lokale Gemeinschaften eine aktive Rolle übernehmen. Dabei geht es nicht nur um ökologische, sondern auch um wirtschaftliche Perspektiven. Mangroven schützen nicht nur vor Überflutungen, sondern bieten auch Potenzial für nachhaltige Nutzung, etwa in der Fischerei, Medizin oder im sanften Ökotourismus.

Internationale Organisationen, Forschungsinstitute, Umweltgruppen und Küstenbewohner arbeiten vielerorts gemeinsam daran, die Zerstörung zu stoppen und bestehende Flächen zu regenerieren. Dabei zeigt sich: Renaturierung kann gelingen, wenn sie langfristig geplant, sozial eingebettet und ökologisch fundiert ist. Der Aktionstag bietet die Gelegenheit, solche Projekte sichtbar zu machen und das globale Verständnis für die Bedeutung von Mangroven zu vertiefen.

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